Kleid im Sträflings-Look

Bei mir gibt es gerade keine Langeweile - ich habe wieder so richtig Lust auf Nähen und Bloggen.
Kaum ist das eine Teil fertig, schneide ich das nächste zu. Auf meinem Nähtisch stehen drei Maschinen, und alle drei sind im Einsatz. T-Shirt, Bluse, Kleid und demnächst auch wieder eine Hose, ich probiere alles aus. Ich bin neugierig und motiviert. Und ja, ich nehme in Kauf, dass Projekte scheitern, weil Stoff und Schnitt und meine "Handwerkskunst" nicht zueinander passen.

Vielleicht ist das bei meinem nächsten Teil der Fall. Es steht das Kleid Nr. 16 aus der Fashion Style 05/2017 auf dem Plan - genäht wird es mit einem Crepe Chiffon, 97% Poly, 3 % Elasthan. Ein toller Stoff!


Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Stoff und Schnitt perfekt zusammenpassen - oder gar nicht.

Wir werden sehen. Zuerst muss ich dieses Schnittmuster abnehmen. Die neue Folie, die ich habe, ist viel dünner als meine alte, und das nervt mich ein bisschen. Das erleichtert die Arbeit nicht gerade.

Der Zuschnitt war schnell gemacht, die Streifen auf dem Stoff sind prima Hilfslinien.
Anfänglich hatte ich Schwierigkeiten mit der Blende - was brauche ich jetzt genau für Teile? Da bin ich doch sehr von der Burda verwöhnt.

Letztendlich habe ich es doch hinbekommen und war richtig stolz, wie sauber und akkurat es wurde.


Zumal ich mir gerade vorkomme, als würde ich eine neue Sprache lernen. Fashionstylisch. Ein bisschen verwirrend ist es schon... aber es hat funktioniert, und das ist es ja, was am Ende zählt.

Auch der Ärmelbesatz hat gepasst wie Arsch auf Eimer - ich war motiviert bis in die Haarspitzen, dieses Kleid fertig zu stellen, musste aber die Maschine ausmachen, weil es einfach schon zu spät war und mir die Augen zufielen.

Am nächsten Tag wollte ich wieder durchstarten.  Es mussten Knopflöcher gemacht werden, um das Bindeband durchzuziehen. Ich habe die Stelle verstärkt, Probeknopflöcher gemacht, und weil das hervorragend klappte, habe ich es auch so am Kleid gemacht.

Im selben Moment, als ich das zweite Knopfloch aufgeschnitten hatte, merkte ich meinen Fehler: Die Knopflöcher waren waagerecht und nicht senkrecht. Ich hätte heulen können.

Von dieser Sekunde an ging alles schief.
Ich verstand kein Wort mehr von der Anleitung.
Das Band, aus dem der Tunnel genäht werden sollte, war zwei Zentimeter zu kurz.
Beim Aufnähen auf das Kleid habe ich mir die neu genähten Knopflöcher zu einem Drittel zugenäht.
Das Wenden vom Bindeband musste ich dreimal machen.


Ich habe nicht verstanden, warum durch diesen kleinen Tunnel ein Gummi UND dann auch noch das Bindeband durchgezogen werden musste. Und die ganze Zeit dachte ich wie so ein kleines, trotziges Kind: Die Burda hätte das anders gelöst. Bei der Burda hätte es das nicht gegeben.


Ich wollte schon alles in die Ecke pfeffern, zumal ich bei den Anproben sofort den Eindruck hatte, dass ich wie eine Markise aussah. Oder wie ein Sträfling. Der Stoff hat sich am Ende leider nicht als Glücksgriff für diesen Schnitt rausgestellt.

Genervt und schlecht gelaunt habe ich das Kleid dann noch um gute 10 Zentimeter gekürzt, und irgendwie bin ich mir immer noch unsicher. Ist das tragbar?





Mein größter Kritiker findet es gut. Vom Tragegefühl her ist es auch gut, aber....
Ich könnte es in der Taille noch mehr raffen, so wie auf dem Bild hier:


Allerdings rutscht es dann auch weiter nach oben, das Oberteil bauscht sehr auf und ich sehe wie ein Michelin-Männchen im Sträfingskostüm aus.

Ich bin ernsthaft am Überlegen, ob ich nicht nochmal einen anderen Stoff nehme, das Oberteil ein bisschen einkürze, diesen Krampf mit Tunnel und Bindeband weglasse, statt dessen Taille und Reißverschluss einbaue... ach, ich nähe einfach ein neues Kleid. Ich glaube, das hier war nicht so der Reißer.

1 cm im Teil - ist doch klar ;)

Ich wollte nix aus der Mai-Burda nähen, weil mich einfach nichts angesprochen hat. Inzwischen habe ich aber schon sehr oft die Bluse 110 gesehen, und letztendlich war es dann doch um mich geschehen. Neulich hat Frau Siebensachen eine tolle Kleider-Variante davon gezeigt. Leider habe ich dafür zu wenig Stoff, deswegen wurde es halt dann doch nur die Bluse.

Den Stoff habe ich - wie sollte es auch anders sein - von Stoff & Stil. Er ist sehr rutschig, lässt sich aber super bügeln. Das und die Tatsache, dass ich mir endlich mal die Mühe gemacht und die Ovi für so ein feines Stöffchen richtig eingestellt habe, lassen die Bluse auch von innen toll aussehen. Dazu aber später mehr.

Jetzt gibt es erstmal was ganz langweiliges - zumindest für die alten Hasen unter Euch - denn ich habe endlich verstanden, wie ein Halsausschnitt oder ein Armloch mit Schrägband versäubert wird. Ja! Nach gefühlten 50 Jahren ist endlich der Groschen gefallen. Je länger ich manchmal über etwas nachdenke, desto weniger verstehe ich es. Ich zerbreche mir den Kopf, und mit jedem Gedankengang verbaue ich mir den Lösungsweg. Dabei ist es so einfach.

Seid jetzt (fast) live dabei, wie es *klick* macht.

Burda schreibt, man soll den Schrägstreifen längs falten, rechte Seite außen. Das ist ja noch verständlich.

Aber dann: Legen Sie den Streifen so, dass der Bruch 1 cm im Teil liegt.
Tja. Von wo ist denn der eine Zentimeter gemessen? Und überhaupt: Wo nähe ich dann das Ding fest? Wie breit ist es am Ende, wenn die NZ (1,5 cm) beim Zuschneiden schon berücksichtigt ist und der Streifen nur zwei Zentimeter breit ist? Ist die NZ also breiter als der fertige Beleg??? Und überhaupt, wo ist dieser blöde eine Zentimeter??

Nachdem ich einmal die ganzen wirren Gedanken beiseite geschoben habe, habe ich einfach mal gemacht, und das kam dabei raus (alle Angaben wie immer ohne Gewähr):

Die Ausschnittkante wird rumgeklappt und liegt nun rechts auf rechts auf dem Oberteil.


Den Schrägstreifen habe ich mit der Ovi versäubert (war eventuell unnötig, aber sieht toll aus), und habe ihn so auf das Oberteil gelegt:


Die versäuberte NZ beginnt bei 1 cm, genäht wird da, wo die Nadel stickt, nämlich bei 1,5 cm. Somit ist der Beleg am Ende 1 cm breit und das ist wohl auch der 1 cm, der im Teil liegen soll.

Die Nahtzugabe vom Halsausschnitt wird zurückgeschnitten, danach wird alles nach oben gelegt und gebügelt. Ich habe den Stoff so weit zurückgeschnitten, dass man ihn nicht mehr sieht; es ist nur noch der Beleg zu sehen. Theoretisch (und auch praktisch) hätte ich hier die NZ vom Oberteil zusammen mit dem Beleg unter die Ovi legen und gemeinsam versäubern können, oder? Das werde ich beim nächsten Mal auch so machen, aber wenn man nicht wirklich weiß, wie das ganze Ding am Ende aussehen soll, ist es manchmal etwas schwierig.
Deswegen seht ihr jetzt die unversäuberte NZ vom Oberteil und die mit der Ovi versäuberten Kanten vom Beleg.
Der Beleg wird so, wie er jetzt liegt, an die zurückgeschnittene NZ des Oberteils gesteppt.

Jetzt wird die Schlitzkante gewendet, der Beleg klappt dabei automatisch nach innen um.


Von außen sieht das ganze nun so aus:


Die Armausschnitte werden nach dem gleichen Prinzip gemacht, allerdings zieht es mir hier das Armloch zu sehr nach unten, so dass der Beleg rausklappt. Das bisschen fixieren hat nicht gereicht, deswegen habe ich den Beleg kurzer Hand ringsrum festgesteppt. Damit das ganze nicht so einseitig aussieht, habe ich den Halsausschnitt auch nochmal gesteppt.


Jetzt sieht es so aus - natürlich nicht ganz so schön wie komplett ohne sichtbare Naht, aber wenn die Belege so nach außen kippen, ist das noch viel hässlicher.

Von innen sieht man jetzt zwei Nähte.


Also, wenn diese Bluse mal nicht ordentlich versäubert ist, dann weiß ich auch nicht...:)

Gestreiftes Wickelshirt

Nach endlosem Überlegen habe ich es nun doch getan: Ein Abo der Fashion Style. Nachdem ich nun doch fast alle Ausgaben gekauft habe und ich mich auch etwas mehr mit dem "Schneiden Sie hier auseinander und kleben Sie da zusammen" beim Abnehmen der Schnittmuster angefreundet habe, beschloss ich, dass diese Zeitung und ich ein etwas längeres Verhältnis eingehen könnten.

Zumal ich aus der aktuellen Ausgabe (5/2017) mindestens vier Schnitte nähen möchte.

Einen habe ich auch schon umgesetzt, nämlich das Shirt 02. In der Zeitschrift wird die Kleidervariante mit Streifenjersey vorgestellt, und ich fand das so interessant, dass ich mir auch Streifenjersey gekauft und das T-Shirt damit genäht habe.

Der Stoff ist blau-grau gestreift, was auf den Fotos ziemlich schlecht rüberkommt. Es sieht eher nach schwarz-grau aus, deswegen habe ich die Farbe ziemlich hochgedreht. Meine Haut ist gar nicht so orange :)


Zuerst war ich überhaupt nicht begeistert. Es war nicht so einfach, den Stoff auf den Punkt genau zu nähen. Außerdem muss ich die Vorderteile noch ein bisschen fixieren. Sie verrutschen nämlich, und das fühlt sich doof an, und sieht auch irgendwann so aus.


Auf den Schrägstreifen am Halsausschnitt bin ich besonders stolz. Ich glaube, ich habe diesmal alles richtig gemacht. Er liegt überall schön an, nichts steht ab, nichts wellt sich.


Das Shirt habe ich (fast) komplett mit der Ovi genäht. Nur die Ärmel habe ich zuerst mit der normalen Maschine genäht, dann aber mit der Ovi versäubert. Genauso die seitlichen Passen.


Na ja, und die Coverlook kam auch wieder zum Einsatz. Jetzt, wo ich den Bogen endlich raus habe....


Auch wenn die Spitze nicht so toll geworden ist, bin ich doch sehr zufrieden mit dem Shirt. Es ist mal was anderes und sieht interessant aus.

Viel zu viel Farbe, aber ansonsten sähe das Shirt nach Sträflingskleidung aus :)

Die Hose ist übrigens auch selbst genäht. War mal ein Versuch, und wenn ich ein nicht allzu kurzes Oberteil anhabe, kann ich mich damit auch hinsetzen. :)

Mehr selbstgenähte Kleidung gibt es auf dem MeMadeMittwoch-Blog, heute angeführt von Frau 700sachen im wunderschönen Anna-Dress.

Anlass-Kleider

Wenn ich meinen Kleiderschrank durchforste, dann stelle ich fest, dass ich ziemlich viele Kleider nur für einen Anlass genäht habe - und danch nicht mehr getragen habe. Obwohl sie passen und ich mich darin wohlfühle, haben sie es danach nicht mehr an das Sonnenlicht geschafft.

Das würde ich gerne ändern. Immerhin habe ich Zeit und Mühe in jedes Projekt investiert - zu viel, um die Kleider im Schrank hängen zu lassen. Das größte Problem sind allerdings die Schuhe. Wenn ich das Kleid im Alltag / Büro anziehe, dann brauche ich unbedingt flache Schuhe dazu, sonst hat mein Hund leichtes Spiel mit mir. Je höher die Absätze, desto besser fliege ich nach vorne, wenn er Gas geben sollte. Hundebesitzer kennen die Problematik vielleicht.

Bei so ziemlich allen Anlässen ist der Hund nicht mit von der Partie, so dass ich hohe Schuhe zu den Kleidern tragen kann.
Heute zeige ich Euch das Kleid, welches ich für die Goldene Hochzeit meiner Schwiegereltern genäht habe. Das war am 10. April 2014.


Der Kragen von diesem Kleid soll so nicht sein, aber ich weiß nicht, wo mein Fehler ist. Alles, was einzuschneiden geht, wurde eingeschnitten. Trotzdem spannt es irgendwo.


Der Stoff ist ein Stretch-Baumwollsatin, den ich anno dazumals bei Alfatex gekauft habe (glaube ich zumindest). 

Für das Kleid habe ich auch noch eine passende Jacke genäht.


Beides zusammen ist ne ziemliche Strapaze für´s Auge, aber das fiel mir erst so richtig auf, als ich beides zusammen anhatte. Es geht wirklich nur getrennt.


Die Jacke ist verschlusslos, weil ich sie damals auf den letzten Drücker genäht habe, und mir Zeit und Mut für Knopflöcher und passende Knöpfe gefehlt haben. 


Kleid: 119 aus Burda 08/2011 - hier nähe ich es
Jacke:121 aus Burda 03/2011 - der Kragen hat funktioniert
Stoff: Baumwollsatin mit Elasthan von alfatex (mit größter Wahrscheinlichkeit)

Ich sollte dringend das Schuh-Problem lösen und mal wieder durch ein paar Geschäfte stöbern, damit ich das Kleid öfter anziehen kann.

Mehr alt bewährtes und neu genähtes gibt es auf dem MeMadeMittwoch-Blog.

... und es hat ZOOM gemacht!

Viele von Euch werden sie kennen: Die UFO-Kiste. Ein kleiner, versteckter Ort, wo die Projekte schlummern, bei denen irgendwas nicht funktioniert. Oder die nicht so passen, und bei denen etwas geändert werden muss. Kurzum: Teile, die unliebsame Arbeiten für einen bereit halten.

Ich hatte auch so eine Kiste. Da lag ne Menge drin, von einfachen Oberteilen über Kleider bis zur Hose. Bei dem einen hab ich die Anleitung nicht weiter verstanden, beim anderen war abzusehen, dass es mir so nicht gefallen wird, und das Teil hier, das muss nochmal überarbeitet und angepasst werden. Mach ich alles die Tage, irgendwann finde ich Zeit und Lust.

Wisst ihr was? 
Am Arsch die Räuber.

Nix davon hab ich je wieder aus der Kiste hervorgeholt. Eingestaubt sind die Sachen. Und Platz haben sie mir auch weggenommen.
Deswegen habe ich vor ein paar Monaten alle - ALLES - was nicht passt, nicht gefällt und nicht fertig wird, entsorgt. Das war einiges, und es tat mir nicht mal leid.
Inzwischen ist es nämlich so: Wenn ich irgendwo nicht weiterweiß, dann lege ich das Teil nicht mehr mit dem Gedanken "irgendwann kümmere ich mich" in die Ecke.

Ich mache einen oder zwei Tage Pause, bekomme meinen Kopf wieder frei, und dann nähe ich weiter. Wenn es dann immer noch nicht klappen sollte, oder ich das Teil völlig ruiniere, kann ich es immer noch entsorgen - aber dann bin ich um eine Erfahrung reicher! Ich scheue mich nicht mehr davor, etwas "falsch" zu machen. Ich kann nur gewinnen, wenn ich weitermache.

Bei dem Shirt Nr. 13 aus der Fashion Style 07/2016 habe ich eine Erfahrung gemacht - und zwar eine gute. Eigentlich wollte ich das im Nähkurs machen, und mir zeigen lassen, wie das mit dem Einfassen / Versäubern bei Jersey funktioniert. Theoretisch weiß ich es ja, aber praktisch klappt es halt nicht.

Nachdem Overall und Kleid nun fertig waren, aber leider die komplette Kurszeit in Anspruch genommen haben, schnitt ich mir das T-Shirt zu Hause zu und habe mich an die Arbeit gemacht. Abnäher, Schulter- und Seitennähte waren schnell genäht. Das T-Shirt passte, also wollte ich nun den Halsausschnitt versäubern.
Erstmal ganz klassisch nach Anleitung - mit der Zwillingsnadel. Hat nicht funktioniert. Ist auch ehrlich gesagt so überhaupt nicht meins, weil sich der Stoff unschön zwischen den Nähten zu einer Wurst zusammenzieht und ich keine Lust und Nerven habe, so lange an Maschine und Nadeln rumzuspielen, bis ich die passenden Einstellungen habe. 
Also beschloss ich, einen Schrägstreifen zuzuschneiden. Vielleicht hätte das ja geklappt - aber das Shirt hat einen U-Boot-Ausschnitt. Und ich weiß nicht, ob es möglich ist, diesen Ausschnitt damit zu versäubern. Ich hab es jedenfalls nicht hinbekommen.

Normaler Weise wäre das Shirt jetzt in die UFO-Kiste geflogen.
"Irgendwann weiß ich, wie es geht, dann mache ich es fertig."

Nix da.
Ich räumte meinen Kram zusammen, legte eine Pause ein und nach zwei Tagen nahm ich mir vor, das Shirt fertig zu nähen. Egal wie. 
Und dann geschah etwas seltsames: Ich räumte meine Coverlook hervor, fädelte ein und - coverte!

Als hätte ich noch nie etwas anderes gemacht. Die Nähte waren schön, es verhedderte sich nichts, es verknotete sich nichts, die Cover schnurrte wie eine Katze.
Ich hab die Maschine schon Jahre bei mir stehen, hab drei oder vier Anläufe gemacht, aber ich wurde nicht warm mit ihr. Irgendwas ging immer schief, und so stellte ich die Cover ganz schnell wieder zurück. 
Warum es jetzt funktionierte, weiß ich nicht. Vielleicht hab ich das erste Mal in meinem Leben richtig eingefädelt. Vielleicht stimmte einfach der Stoff mit der Einstellung der Maschine überein. 
Nach zwei Probenähte war ich mutig genug, änderte noch ein bisschen die Stichlänge und säumte die Ärmel.
Dann öffnete ich die Schulternähte und säumte jeweils Vorder- und Rückenteil, weil es zusammen in einem Rutsch einfach nicht ging. Völlig euphorisch nähte ich die Ärmel am unteren Armloch fest und coverte dann das obere Armloch. Und weil ich es noch nicht so raushabe, wie ich eine Covernaht sichere, die mitten im Stoff aufhört, hab ich einfach weitergemacht, und das untere Armloch mitgecovert. So begann und endete die Naht oben an den Schultern, und die musste ich ja sowieso zusammennähen. 
Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie happy ich war, als ich das T-Shirt anzog und nichts labberte oder abstand. Es war einfach perfekt.


Okay, es ist natürlich die 08/15-Version, einfach die Nahtzugabe umzuklappen und festzunähen. Aber es ist sauber, es ist ordentlich und - was das beste ist - es ist tragbar.
Was sich jetzt so liest, als wäre das in einer halben Stunde geschehen, dauerte fast drei. Aber davon stand ich mit Sicherheit eine halbe Stunde vorm Spiegel und habe mein neustes Werk bewundert und es von allen Seiten fotografiert.



Natürlich habe ich auch richtige Tragefotos gemacht:






Ich bin so froh, dass ich mich dazu durchgerungen habe, die Cover hervorzuholen. 
Wer weiß - vielleicht war das endlich der Funke, der unser Liebe jetzt aufflammen lässt?

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