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Vom Nähen bei akutem PMS

Gleich vorneweg: Ich habe heute kein PräMenstruelles Syndrom, sonst wäre ich nicht an die Nähmaschine gegangen. Nähen bei PMS ist zum Scheitern verurteilt. Der kleinste Faden, der aus der Reihe tanzt, löst einen Wutanfall aus. Eine falsche Naht gleicht einem Weltuntergang. Nein, wenn ich mich auf der Schattenseite des monatlichen Zyklus befinde, gehe ich nur zum Bügeln ins Nähzimmer.

Leider sind meine Maschinen (beide weiblich) auch PMS-gefährdet. Vielleicht kennt Ihr das. Der kleinste Faden, der aus der Reihe tanzt, führt zu Explosionen. Wie heute bei meiner Ovi.


Linker Faden gerissen, rechts auch abgehauen, und irgendwie war die Ovi heute zu nichts zu gebrauchen. Wenn nichts gerissen ist, hat sie einfach nur ihre Launen an meinen Nähten ausgelassen und gemacht, was sie wollte. Und das war nicht schön.

Apropos Ovi: Die gute Dame steht auf meiner Strickmaschine, die ich mal geschenkt bekommen habe. Irgendwie war ich der Meinung, ich würde mir mit so einem Ding doch zumindest mal einen Schal stricken... Daraus ist natürlich nichts geworden, und jetzt versuche ich, diese Ungetüm sinnvoll zu nutzen.



Reichlich ramponiert: An der linken Schublade fehlt der Knopf, die rechte Klappe muss mit einem Gummi fixiert werden, damit sie zu bleibt, aber das Schätzchen ist ja auch schon ein paar Jährchen alt, und darf solche Macken haben.


Die Tischfläche wird zum Stricken hochgeklappt.Hier lagert auch das ganze Zubehör und wartet auf bessere Zeiten. Bei mir leider nicht mehr. Ich bin da zu doof, obwohl sogar noch die Bedienungsanleitung vorhanden ist.


Ich mühe mich lieber beim Nähen ab, und habe es tatsächlich geschafft, den Besatz für meinen Rock dreimal zu nähen. Weil ich zweimal hintereinander den gleichen Fehler gemacht habe. Es ist aber auch schwer zu verstehen, wo links und wo rechts ist, oder??
(Ich kenn da eine, die nickt jetzt.... winke, winke Mama!)
Es war zum Glück nur der Besatz, also nicht allzuviel Arbeit. Meiner Motivation tat das kein Abbruch, außerdem stand eine Gassi-Runde bei blauem Himmel, Sonnenschein und Rest-Schnee an.



Danach gings weiter im Text. Ich habe mein Vorhaben, ein selbstgenähtes Teil zu besticken, in die Tat umgesetzt.

Vorgesehen war ein Blümchen, aber alleine sah die so aus, als sollte sie ein Loch verdecken. Irgendwie war der Platz nicht so gut gewählt; die Blume sah so verloren aus. Also kam noch eine zweite hinzu.


  
Dann war ja noch das Problem mit der Passe und den zu großen Knopflöchern. Ich habe mich dazu entschieden, die Passe nicht nochmal zu machen, sondern die Knöpfe zur so zum Schein anzunähen und die Passe mit einem kleine Druckknopf zu schließen.



Es ist für mich nicht so ganz schlüssig, warum die Knöpfe an der Passe funktionieren müssen. Schließlich hat der Rock einen Reißverschluss in der Seitennaht.

Und so sieht dann der Rock aus - mit Knöpfen, einer Stickerei auf der rechten vorderen Rockbahn, einem Besatz und ungesäumt:



Und das beste ist: Er passt. Warum auch immer. Meistens steht der Bund bei Röcken und Hosen im Rücken ab, und ich muss das berücksichtigen. Hier nicht.

Und wenn ich den Saum genäht habe, gibts auch ein Tragefoto.

Kommentare

  1. Danke, dass Du das Nähen hier nochmals so deutlich gezeigt hast, die beiden großen Knöpfe sind wirklich ein Hingucker, Du hast das mit den Druckknöpfen zum Schließen gut gelöst.
    herzliche Grüße
    Judika

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