Donnerstags-Gedanken #1

Das hier sollte zwar ein Näh-Blog werden, aber was ist, wenn ich nichts nähe? Dann liegt das Ding hier brach? Nö. Es gibt genügend Dinge, mit denen ich mich (zwangsweise) auch noch beschäftige, und einmal die Woche möchte ich darüber schreiben.

Zunächst einmal der aktuelle Stand meiner Näh-Projekte. Ich habe es am Dienstag geschafft, den Schnitt für mein Weihnachtskleid abzupausen. Bogen C, roter Schnitt, Teile 1-9. Das alles am Esszimmertisch in rückenunfreundlicher Höhe, weil ich ja das CL-Spiel des BVB nicht verpassen wollte. Am Ende des Spiels hatte der Bender eine gebrochene Nase und ich hatte Rücken. Jetzt müssen die Teile noch entsprechend vergrößert werden. Und ich will ein Probekleid nähen, das ich am Sonntag beim 3. Treffen der WKSA-Näherinnen vorweisen kann.

Parallel zum Weihnachtskleid bastel ich an einem Wickel-Rock, ebenfalls aus der Dezember-Burda 2013. "Basteln" ist hierfür die besser Bezeichnung als "Nähen", denn irgendwie tue ich mich sehr schwer, die Anleitung umzusetzen, und ich probiere rum. Inzwischen hängt der Rock, an dem nichts weiter genäht sind als die Seitennähte, schon über eine Woche auf der Puppe. Vielleicht sollte ich diese verkomplizierte Anleitung einfach mal beiseite legen und das so machen, wie ich es meine.

Gestern war wieder großes Schaulaufen auf dem MMM-Blog. Ich mache dort gerne mit, wenn ich etwas passendes und die Zeit für einen Post mit den entsprechenden Fotos habe, ansonsten klicke ich mich durch die Bilder und bestaune, was andere so alles produzieren. Besonders toll fand ich wieder das Outfit von Ella Mara. Und wieder juckt es in meinen Fingern, auch mal einen Tellerrock zu nähen. Meine To-Do-Liste wird immer länger....

Donnerstags endet übrigens unsere Arbeitswoche. Keine Angst, ich rede nicht in der 3. Person von mir, sondern mit "uns" meine ich meinen Hund und mich. Der darf nämlich mit ins Büro. Hier lässt er sich von meinen Kollegen den Bauch kraulen, begrüßt Gäste mit einem Handkuss und sorgt dafür, dass der Boden krümelfrei ist. Und dass keine fressbaren Rückstände in den Papierkörben bleiben. Mein Hund ist nämlich einer von den verfressenen Rassen - und das ist nicht nur ärgerlich, wenn er den Kuchen vom Tisch klaut, sondern auch gefährlich, wenn man die ganzen Giftköder-Meldungen der vergangenen Tage mal berücksichtigt. Es ist wirklich unfassbar, dass Plätzchen mit Rattengift und Fleischwurst mit Nägel ausgelegt werden, um den Hunden Schäden zuzufügen. Oder sie gleich ganz zu eliminieren. Die Frage nach dem "Warum" wird mir keiner beantworten können. Ich hoffe nur inständig, dass dieser Kelch an mir und meinem Hund vorrübergeht - und auch sonst keinen trifft.

Die Woche zwischen Totensonntag und 1. Advent wird traditionell zum Schmücken genutzt. Wenn ich jetzt abends mit dem Hund meine Runde gehe, dann kann ich beobachten, wie nach und nach die Fenster, Häuser und Gärten mit Lichter geschmückt werden. Ganz ehrlich? Ich mag das. Wenn es nicht übertrieben wird, und man vor lauter bunten Lichtern die Augen zukneifen muss. Und wenn es dann noch schön kalt ist und nach Schnee riecht, fallen mir immer ganz viele Dinge aus meiner Kindheit ein. Zum Beispiel das Schlittenfahren bei Schimmel´s auf der Wiese oder dieser hässlich-bunt-blinkende Stern im Wohnzimmerfenster der Leute, die ganz am Anfang unserer Straße gewohnt haben. Ich finde es interessant, dass der Winter einen Geruch hat, mit dem ich sofort etwas aus meiner Kindheit verknüpfe, die anderen Jahreszeiten aber relativ geruchsneutral für meine Erinnerungen sind.

Seit gestern ist die Vorschau der Januar-Burda online - und mein erster Gedanke war: Ja! Es gibt eine Verwendung für meine alte Sofa-Decke!

Die sieht nämlich tatsächlich genauso aus, aber ich kann Euch versichern: Kein einziges Tier musste für meine Decke sein Leben lassen. Ich hoffe, für den o.g. gezeigten Stoff trifft das auch zu und es ist ein Pelz-Imitat.

Außerdem hat gestern Abend Marcel Ostertag bei Fashion Hero gewonnen. War keine große Überraschung, und interessiert hat es auch keinen. Bevor die Sendung gekürzt und ins Spätprogramm verschoben wurde, habe ich da mal reingesehen. Keine Ahnung, um was es da eigentlich ging - außer ums Werben und Verkaufen. Da wurde nichts genäht, da wurde nichts großartig konstruiert - wie lange muss Deutschland eigentlich noch auf den Great Sewing Bee warten?

Sticken für´s Stadtmädchen

Vor zwei Wochen haben wir bei einer lieben Bekannten von uns die Küche aufgebaut. Ihre Tochter war auch dabei, und während einer Kaffeepause fragte sie mich: "Du kannst doch nähen, oder?" Ich sage: "Ja", und denke: Hoffentlich will sie keine Tasche.....

Ich bin eine schlechte Taschennäherin. Ich habe da einfach kein Händchen dafür. Als hätte sie es geahnt, meinte sie: "Kannst Du mir eine Tasche nähen? So eine kleine Kosmetiktasche?"

Ich zögerte: "Mhm, ich weiß nicht - ich brauche da unbedingt ein Schnittmuster dazu, eine Anleitung, und dann auch den entsprechenden Stoff...." Während ich noch nach Ausreden suchte, schnappte sie sich schon ihr Smart-Phone und murmelte: "Guck mal...... sowas in der Art..... das habe ich mir vorgestellt..... Das hier!" Sie reichte mir das Handy rüber und zeigte mir ihre Wunsch-Tasche.

Zu meiner freudigen Überraschung war es ein Kosmetiktäschen, das nicht genäht, sondern gestickt wird! Juhu! DAS kann ich. Sogar die Stickdatei hatte ich mir mal irgendwann hier gekauft. Schnell wurden wir uns einig, und ich packte seit langer Zeit mal wieder mein Stickmodul aus.

Aber wie immer, wenn ich etwas für andere mache, geht etwas schief. Zuerst der absolute Super-GAU: Die Maschine stickte in die falsche Richtung, die Nadel donnerte auf den Rahmen und brach ab, der Rahmen verkeilte sich und die ganze Chose blieb stehen. Verdammt. Warum die Maschine in die falsche Richtung lostackerte, weiß ich nicht. Ich konnte den Schaden aber Gott sei Dank beseitigen, ohne nochmal komplett von vorne anfangen zu müssen.



Ich liebe solche ITH-Stickdateien.... leider ließ weiterer Ärger nicht länger auf sich warten.  Der Schriftzug wurde gestickt, und da verzweifelte ich fast. Der Oberfaden riss, und riss, und riss. Ich habe die Nadel getauscht, die Geschwindigkeit und letztendlich auch die Oberfadenspannung reduziert. Dann lief es endlich. Endlich! Keine Ahnung, was am Fadenbruch schuld war, aber sowas kostet mich immer Nerven und ärgert mich - gerade, wenn es für andere ist, und besonders gut werden soll.

Und dann kam wieder so ein seltsamer "Fehl-Stick":



Auch hier tackert die Maschine völlig unerwartet los. Was auch immer das werden sollte - ich konnte es rechtzeitig stoppen.



Heraus kam dann aber doch noch eine ganz nette Kosmetiktasche, die heute von ihrer neuen Besitzerin in Empfang genommen wird. Sogar an ein Handmade-Label habe ich gedacht!



Hach, ich mache sowas trotzdem gerne. Ich hoffe, ihre neue Besitzerin hat Spaß damit.

Aber bevor die Tasche mit auf Reisen geht, kommt sie erstmal zum CreaDienstag. Das neue System dort finde ich im Übrigen sehr gut. Ihr auch?

Weihnachtskleid Sew-Along Teil 2

Heute auf dem Terminkalender:

Jetzt nähe ich doch lieber was die anderen alle nähen / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Taddaa, zugeschnitten! / Der Stoff reicht nicht, Hilfe!

Für mein Weihnachtskleid hatte ich unter anderem ja diese Kleid in die engere Wahl gezogen:


Leider schaffe ich es nicht, diese Spitze zu nähen. Ich kann den Stoff einfach nicht so legen und stecken, damit ich es dann faltenfrei hinbekomme. Weiß der Geier, wie das gehen soll.

Da ich aber schon so viel Zeit mit Schnitt abnehmen und Zuschneiden verbracht habe, wollte ich nichts unversucht lassen, und das Kleid retten. Also schnitt ich die Spitzen weg, nähte einfach gerade und wollte die Spitze dann nachträglich auf den Stoff nähen. Hat natürlich nicht geklappt. Das Kleid sieht einfach nur schrecklich aus. Mal sehen, ob ich mich irgendwann nochmal dazu aufraffen und eine Lösung finden dafür finden kann.
Also mache ich mich an Kleid Nr. 124 - scheinbar einer der Favoriten bei diesem WKSA.


Ich habe sogar passenden Stoff gefunden, den ich im September in Klagenfurt in einem Stoffgeschäft mitgenommen habe - leider ist da ein Loch drin. Ist beim Zuschneiden gar nicht aufgefallen, jetzt hoffe ich, dass es trotzdem reicht.

Als erstes muss ich mal den Schnitt vergrößern, und dann werde ich mir ein Probekleid nähen. Viele haben Bedenken, dass die Hüftpasse etwas zu sehr auftragen könnte - ich auch. Also muss erstmal eine Probe her. Wenn es nichts aussieht, bleibt mir ja immer noch das Princess-Kleid.

Es sind noch genau vier Wochen bis zum Fest, ich bin recht zuversichtlich, dass ich das noch hinbekomme. Wie weit die anderen sind? Hier kann man gucken.

Weihnachtskleid Sew Along 2013

Wie aufregend!!! Letztes Jahr habe ich mir noch die Nase am Monitor platt gedrückt, habe all die schönen Kleider bewundert, die im Rahmen des WKSA 2012 entstanden sind. Damals hatte ich noch keinen Blog, aber ich glaube, dieser Sew Along war mit der Auslöser, dass ich mich doch "getraut" habe, einen eigenen Nähblog zu schreiben, und nicht immer nur zu lesen.

Jetzt geht der diesjährige WKSA los - und ich bin mit dabei! Juhu!!


Das sind die Termine - be- und geschrieben von der lieben Katharina - die bis zum Finale am 22.12.2013 anstehen:

17.11.2013 WKSA Teil 1:
Ich bin ein Streber und habe schon alles zusammen gesucht / Ich habe noch überhaupt keinen Plan und sage stattdessen ein Gedicht auf / Ich gucke mal, was die anderen so nähen / Dieser Stoff soll es sein, nur was für ein Schnitt?? / Kleine Rückblende: mein Weihnachtskleid 2012/2011

24.11.2013 WKSA Teil 2:
Jetzt nähe ich doch lieber was die anderen alle nähen / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Taddaa, zugeschnitten! / Der Stoff reicht nicht, Hilfe!

01.12.2013 WKSA Teil 3:
Jetzt aber los, erste Nähte sind gemacht!  / Endlich hab ich angefangen / Probemodell sitzt, ich kann den richtigen Stoff zuschneiden / Ich bin ein Streber und nähe jetzt mein zweites Weihnachtskleid

08.12.2013 WKSA Teil 4:
Uahh, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin megastolz! / Soll ich hier noch eine Borte aufnähen, was meint ihr? / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder?

15.12.2013 WKSA Teil 5:
Nur noch der Saum! / Ich könnte hier nochmal nachbessern / Ich bin fertig, zeige aber noch nichts / Ich bin ein Streber und nähe jetzt noch ein Tüdeldü für meine drei Weihnachtskleider

22.12.2013 WKSA Finale
*****Es ist so schön geworden!****

Heute geht es also erstmal um das Grobe: Was soll ich nähen, was für ein Stoff nehme ich? Meine erste Wahl fiel auf das Kleid  Nr. 124 aus der Burda 11/2013.



Es ist zwar in Kurzgrößen, aber das sehe ich nicht als Problem. Was für mich eher ein Problem darstellt: Ich habe noch keinen passenden Stoff dafür gefunden. Also habe ich weiter geblättert, und bin bei Kleid Nr. 129 hängengeblieben.



Das Kleid finde ich richtig toll. Je länger ich es mir betrachte, desto besser gefällt es mir. Wenn es nicht mein Kleid für Weihnachten wird, dann werde ich es mir trotzdem mal nähen.

Und ich habe noch ein Kleid, welches mir sehr gut gefällt, und zwar Kleid Nr. 121 aus der Burda 11/2012.



Eigentlich ein toller Schnitt für ein Weihnachtskleid, aber finde ich dafür auch den passenden Stoff? Gerne würde ich einen nehmen, der nicht einfach nur so platt runterhängt, sondern dem Rock auch ein bisschen Fülle verleiht. Mal sehen, ob ich da etwas passendes finde.

Ich gehöre also gewiss nicht zu den Strebern, sondern bin noch ziemlich unentschlossen. Und deswegen gehe ich jetzt mal rüber auf den MMM-Blog, wo der WKSA von Katharina geleitet wird, und gucke mich mal ein bisschen um. Nächste Woche bin ich dann hoffentlich weiter, und weiß genau, in welchem Outfit ich dieses Jahr Weihnachten unterm Baum sitze...

Me Made Mittwoch am 13.11.2013

Als vor etwa vier Wochen die November-Burda bei mir im Briefkasten lag, habe ich mich sofort in das Kleid 108 verliebt. Vier Tage später hatte ich den passenden Stoff dafür. Leider wurde die Zeit dann etwas knapp, aber vergangenes Wochenende konnte ich loslegen. Endlich. Freitag Abend das Kleid genäht, Sonntag Abend die Ärmel eingesetzt und Montag gesäumt. So fix war ich noch nie. Außerdem habe ich für das Kleid eine Schnittmusterbesprechung bei My Pattern My Fashion hinterlassen.
Für das Kleid braucht man vergleichsweise viel Stoff: 3,60 Meter für alle Größen ist angegeben. Ich hatte nur 3,50 Meter und habe noch 60 cm Stoff übrig. Ob ich mir davon evtl. den passenden Loop nähe? Der Ausschnitt ist für den kühlen Herbst doch sehr offenherzig, aber das ist ja typisch für Burda, nicht wahr?


Die Reißverschlüsse an den Ärmeln wären bei mir jetzt nicht unbedingt von Nöten gewesen - ich käme auch ganz gut ohne aus - aber ich finde, es ist ein Hingucker. Allerdings kann ich - wenn die Reißverschlüsse ganz offen sind - den RV am Rücken alleine auf- und zumachen. Das finde ich ungemein praktisch. Nichts ist schlimmer als ein Kleidungsstück, welches man nicht alleine an- und ausziehen kann! Ich muss aber auch dazusagen, dass ich die vollen 22 cm des Reißverschlusses ausgenutzt habe, und nicht nur die 12 cm bis zur Kennzeichnung, so wie es von Burda vorgesehen ist.



Außerdem hat das Kleid Nahttaschen. Sehr praktisch!


Mein Kleid ist ein paar Zentimeter kürzer, weil ich einfach mal wieder vergessen habe, beim Rockteil die Saumzugabe zu berücksichtigen. Macht aber nichts, wie ich finde. Ich mag das Kleid genau so.

Mehr selbstgenähtes gibt es auf dem MMM-Blog, wo heute uns heute Lucy einen bunten Rock mit selbstgemachter Paspel zeigt. Und das sieht verdammt gut aus.

Meine Berliner Mitbringsel

Das letzte Wochenende haben wir gemeinsam mit Arbeitskollegen von meinem Mann in Berlin zugebracht. Ich hatte mich sehr darauf gefreut - nicht nur auf unsere kleine Reisegruppe, sondern auch auf den Stoffmarkt am Maybachufer. Nach dem Mittagessen, was gefühlte fünf Stunden gedauert hatte, konnten wir dann auch endlich los. Zum Glück hatte der Regen ein Nachsehen und verschonte uns. Schon morgens während unserer kleinen Stadtführung war er unbarmherzig, und auch wenn wir alle diese Kombination "Fahren-und-Laufen" zur Erkundung eines Mini-Teils von Berlin super fanden, weil wir dadurch ja viel mehr sehen konnten - der Regen war einfach nur lästig.

Nichts desto trotz habe ich zwei schöne Stoffe gefunden, die für wirklich kleines Geld dort zu haben waren (ja, leider nur zwei; manchmal bin ich halt echt vernünftig):



Der mittlere Stoff wird - klar - ein Kostüm. Der rechte weiß noch nicht so ganz, was er mal werden will; evtl. eine Jacke? Auch wenn es so aussieht, es ist kein Fleece, und die blaue Seite ist auch eigentlich viel dunkler. Mal sehen, was mir dazu einfällt.

Der linke Stoff ist nicht aus Berlin, sondern aus Bochum. Und der hat auch seinen Verwendungszweck schon gefunden.

In der aktuellen November-Ausgabe der Burda ist mir dieses Kleid sofort aufgefallen. Den Original-Stoff mit 35,00 €/m fand ich recht teuer, also musste eine Alternative her. Für das Kleid sind schließlich 3,50 Meter Stoff veranschlagt - soviel wollte ich dann doch nicht ausgeben. Wer weiß, ob mir das Kleid so gelingt, wie ich es mir vorstelle? Mein Chiffon-Kleid aus Tweed liegt zurzeit ja auch in der UFO-Kiste... obwohl ich das eigentlich dazu nehmen wollte, und bei My Pattern My Fashion eine Schnittmusterbesprechung zu hinterlassen. Ich war schon ziemlich geknickt, weil ich es eigentlich versprochen hatte, aber zum Glück fiel mir dann - passend zur Jahreszeit - mein Parka ein, den ich in meinem letzten Nähkurs gemacht habe.

Das Kleid aus der Burda wollte ich mir ursprünglich für den anstehenden WKSA aufheben, aber ich bin ungeduldig und musste damit anfangen. Außerdem ist mir in der Vorschau für die Dezemberausgabe schon das nächste Kleid ins Auge gesprungen, welches viiiiiieeel schöner ist. Also habe ich gestern Abend die Teile abgepaust und zugeschnitten, damit ich heute Abend loslegen kann.

Einen Schnitt für mein nächstes Kostüm habe ich noch nicht. Aber wenn wir schon beim Thema sind: Nochmal ganz lieben Dank für all Eure Kommentare zu meinem letzten Post. Trotz diesem schrecklichen Bild habt Ihr Euch nicht davon abhalten lassen, mir viele Komplimente für mein Kostüm zu machen. Gerne hätte ich Euch dazu im Anschluss beim letzten MMM gezeigt, dass ich auch mein Faltenröckchen trage (nur halt nicht in Kombination mit dieser Jacke), aber in Berlin gibt's nicht nur Stoffe, sondern auch Erkältungen.  Also wurde das nichts mit dem Rock. Vielleicht beim nächsten Mal!

Das Finale vom Kostüm Sew-Along

.... oder besser gesagt: Drum nähet zusammen, was zusammen gehört.

Juhu, ich habe es geschafft. Mein erstes Kostüm, was ich ganz alleine zu Hause im stillen Kämmerlein zusammengeschustert habe. Ihr merkt vielleicht, ich bin nicht ganz so euphorisch und renne jubelnd durch die Bude, aber das liegt daran, weil ich einfach mein blödes Kopfkino nicht abschalten kann, und da läuft irgendwie ein anderer Film.
Zuerst wollte ich genau diesen Hosenanzug nähen.

Herausgekommen ist etwas ganz anderes.

Die Jacke ist ------ na ja, sagen wir mal: tragbar. Vorsichtig gesagt.


Obwohl sie nun wirklich keine großen Anforderungen gestellt hat, und zusätzlich auch noch mit einem Bildernähkurs in der Burda war, ist sie mir einfach nicht so gelungen. Tröstlich von Immi zu hören, dass ich nicht die einzige bin, bei der die Jacke so eigenartig sitzt.

Bei der Hose habe ich eine Probe (!) gemacht und festgestellt, dass das evtl. so schnell nichts wird. Die Probe liegt noch bei mir im Nähzimmer, damit bin ich noch nicht durch, aber für den Kostüm Sew-Along hatte ich dazu einfach nicht die Ruhe. Schließlich galt es ja, Termine zu halten! Also nähte ich einen Rock, was mir mittlerweile sowieso viel mehr zusagte.


Es sagte mir sogar so viel zu, dass ich beschloss, mir doch irgendwann demnächst noch ein Kostüm zu nähen - allerdings eines, wo ich nicht selbst Jackett und Rock zusammenstückel, denn dann kommt sowas bei raus:


Nicht so der Brüller. Die Quernaht ist mir einfach ein Dorn im Auge, die Falten sind einfach zu viel für die Jacke. Also musste ein zweiter Rock her.

Als ich mit dem Roh-Entwurf des Rockes dann ins Wohnzimmer geschossen kam, sagte selbst mein Mann sofort: Ja, das passt besser.


Beim Futter habe ich den ein oder anderen Fehler gemacht, weil ich einfach der Meinung war, ich könnte das - was dazu führte, dass ich den Futterrock zweimal genäht habe. Überheblichkeit wird halt sofort bestraft. Dafür passt er jetzt ganz gut. Und so war ich gestern abend unterwegs, im neuen, selbstgenähen Kostüm:


Entschuldigt das grottenschlechte Foto, aber auch im besten Hotel ist die Beleuchtung einfach nur bescheiden.[/caption]
Ich ganz liebes Dankeschön für die Organisation des KSA geht an Catherine, der ich es zu verdanken haben, dass ich mir gestern Stoff für mein nächstes Kostüm geholt habe. Wer hätte das gedacht!? Ich nicht.

Jetzt verlassen wir erstmal die schöne Hauptstadt, in der wir ein paar Tage verbracht haben, und heute Abend stürze ich mich dann auf Eure Beiträge beim KSA-Finale!