Donnerstagsgedanken #3

Heute bin ich spät mit dem Post, aber gegen Ende des Jahres ist immer der Wurm drin. Immer. Ich versuche, mich nicht zu stressen, aber ich scheitere. Jedes Jahr nehme ich mir vor, die Geschenke nicht auf den letzten Drücker zu besorgen, aber auch das bekomme ich nicht hin. Hinzu kommt die Backerei, die mir zwar Spass macht, aber halt auch Zeit kostet. Und dieses Jahr bin ich ja auch erstmals beim Weihnachtskleid Sew Along dabei. Ich muss zugeben, dass ich immer noch kein Stück weiter bin. Ich wollte am Montag den Reißverschluss einnähen, aber das hat leider überhaupt nicht geklappt. Das Nähen war kein Problem, aber der RV ging einfach nicht mehr zu. Die ersten paar Zentimeter habe ich noch geschafft, danach ging nichts mehr. Ich zog, und zog, und zog - aber dieses Mistding blieb hartnäckig an Ort und Stelle. Das sind dann so Momente, wo mich die Wut packt. Ich hätte den RV rausreißen können, so sauer war ich. Weil mir das auch nicht weiterhilft, habe ich wütend das Kleid zusammengeknüllt und in die Ecke geworfen. Für mich war das Ding gegessen. Am Dienstag habe ich das Kleid mit spitzen Fingern wieder aus der Ecke geholt, den RV rausgetrennt und weggeworfen. Ich muss dazusagen, es war kein Marken-, sonder ein NoNameProdukt, was sich einfach nicht gut verarbeiten lässt. Ich habe jetzt leider erst am Wochenende wieder Zeit, mein Glück nochmal mit einem teuren RV zu versuchen. Ich hoffe, am Sonntag wieder beim WKSA-Treffen dabei sein zu können.

Letztes Wochenende war ich in Traben-Trabach auf einem unterirdischen Weihnachtsmarkt. Also, korrekterweise heißt das Ding Wein-Nachts-Markt, aber das Ergebnis ist das gleiche ;-)

Was mich überrascht hat, waren die wirklich niedrigen Preise. Nicht nur Essen und Trinken war günstig und lecker, sondern auch die angebotenen und teilweise wirklich selbstgemachten Dinge. Bei Nette von Regenbogenbuntes läuft zurzeit eine Diskussion über die Preise für Selbstgemachtes. Ich kann verstehen, dass das die Gemüter immer wieder erhitzt. Die Leute wollen tolle Sachen kaufen, hochwertige Materialien zwischen den Fingern spüren und natürlich alles sauber verarbeitet haben, aber können die Käufer auch die Arbeit einschätzen, die dahintersteckt? Wieviel Ärger, wieviel Fehlversuche, wieviel Verschnitt man hat? Die Tasche, die ich neulich gestickt habe, hat etwa eineinhalb Stunden gedauert. Zwei Nadeln gingen drauf und zwei Bögen Stickvlies. Mein Mann hat lange rumgefummelt, bis er den Zipper eingefädelt hatte (ich versuche das erst gar nicht), und bis alles vorbereitet ist.... Unter dem Strich kann man sagen, dass mich die Tasche zwei Stunden gekostet hat. Zuzüglich der Materialkosten. Nur mal so am Rande.

So, und jetzt hole ich ein paar meiner Plätzchen, zünde die zig Kerzen und Teelichter an, die wir hier aufgebaut haben, und genieße meinen Feierabend. Wir lesen uns am Sonntag wieder!

PS: Ab dem 01.01.2014 findet Ihr mich hier

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