Herbstpläne

Ja, ich beschäftige mich schon mit dem Herbst. Schon lange, wenn ich ehrlich bin. Irgendwie haut mich der Sommer dieses Jahr nicht so vom Hocker, und ich spiele schon lange mit dem Gedanken, mir einen Trenchcoat zu nähen.



Das wäre z. B. ein Kandidat, der in die engere Auswahl kommt. Oder dieser hier:



Ich finde beide ganz interessant; der obere hat eine Kellerfalte, was ihn zum Favoriten für mich macht. 

Nach wie vor stehe ich auf ein Cape, wobei ich nicht ganz sicher bin, ob es sich im Alltag als praktikabel herausstellt. Käme wohl auf einen Versuch an ;-) 
Der heißestes Anwärter ist zurzeit dieses Cape hier:


Was Kleider betrifft, bin ich im Moment etwas im Zwiespalt. Ich habe einige auf dem Zettel stehen, aber bei keinem habe ich das Gefühl, dass es meins werden könnte. Statt dessen reizt es mich sehr, einen Bleistiftrock zu nähen.


In diesen Rock war ich vom ersten Moment an verliebt, vielleicht wage ich mich da mal ran. Das Problem was ich bei Röcken habe, ist das Hochrutschen. Mag wohl an den ganzen Pizzen liegen, die sich auf meiner Hüfte festgesetzt haben. Das muss ich unbedingt berücksichtigen ;-)

Na ja, und dann steigt die Lust auch wieder auf Hosen. Jetzt, wo ich weiß, wie ich die Falten aus der Hinterhose bekomme, möchte ich mir eine einfache, lange, schmale Hose nähen.

Wo ich mich immer etwas schwer tue, ist das passende Oberteil für Röcke und Hosen zu finden. Weswegen ich Kleider dann doch bevorzuge.... wofür ich allerdings den Trench oder einen Mantel brauche. Ich habe zig Jacken zu Hause, aber keine davon würde zu einem Kleid passen, weil ich überwiegend Funktionsjacken habe, sprich: Sie haben Kapuzen und zig Taschen, sind winddicht und wasserabweisend und meistens aus einem Material, zu dem nur Jeans passt. 

Lange Rede, kurzer Sinn:
Ich nähe mir einen Trench / Mantel, damit ich darunter Kleider tragen kann, die ich bis zur endgültigen Findung durch Röcke ergänze, die an den Hüften breiter und in Gänze kompatibel zu den nicht vorhandenen Oberteilen gemacht werden. Das müsste doch machbar sein ;-)


Getestet und für Gut befunden

Ich habe Euch ja hier *klick* schon von der Zeitschrift "MyImage" berichtet, und am vergangenen Wochenende habe ich mal an meinen vorgesehenen Probeschnitt gewagt.

Da das Kleid verschlusslos ist, habe ich nach einigem Zögern doch zu dem empfohlenen Jersey gegriffen. Ich stehe mit Jersey ja ein bisschen auf Kriegsfuß, und ich nähe lieber 50 Reißverschlüsse ein, als dass ich eine Naht mit Jersey nähe, aber ..... was soll´s. Ich hatte mir mal vor längerem schon einen tollen Jersey bei Javro mitgenommen, der hier jetzt zum Einsatz kommen sollte.

Beim Schnittmuster abnehmen war ich auf der einen Seite froh, dass der Bogen recht übersichtlich ist, allerdings sind alle Größen mit ein- und der selben Linien dargestellt. Kommt also irgendwann der Punkt, wo sich die Linien überschneiden, muss man höllisch aufpassen, dass man nach diesem Knoten auch wieder die richtige Größe hat!

Das Nähen an sich war keine große Schwierigkeit, das Einsetzen der Ärmel ging erstaunlich leicht. Klar ist Jersey da sehr viel benutzerfreundlicher als Webware, aber eine gewisse Grundvoraussetzung muss der Schnitt auch mitbringen. Dieser tut das.

Die Anleitung ist kurz, knapp und leicht verständlich. Und so war das Kleid am Ende auch recht fix genäht. 

Die einzige Änderung, die ich vorgenommen habe, ist der Halsabschluss. Der vorgeschlagene Kragensteg hatte eine Abmessung von 48 x 35 cm, und das ganze mal Zwei. Das erschien mir ein bisschen übertrieben, und so habe ich die Länge von 48 cm beibehalten, aber die Höhe stark reduziert.



Das der Kragen am Hals rumlabbert, liegt an meinem Unvermögen, sowas anzunähen. Wer Erfahrungen mit Jersey hat, wie man wo ziehen muss, der kriegt das auch mit links hin. Ich muss noch ein bisschen üben.Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Passform ist für mich super. Reinschlüpfen und wohlfühlen!

Die Taschenklappen sind Fake, aber ein netter Hingucker. Je nachdem, welche Stoffe man wählt, kann man die Klappen noch ein bisschen herausarbeiten. Bei mir gehen sie ein bisschen unter.

Fazit: Der Schnitt gefällt mir sehr gut, das Nähen war easy, und ich kann vorstellen, hiervon noch ein paar Kleider zu nähen - gerne auch mit zwei verschiedenen Stoffen. Ich kann die Zeitung also mit gutem Gewissen empfehlen, und wer nicht gerne komplizierte Dingen nähen möchte, wird daran bestimmt auch große Freude haben.

SWAP - Der Abschlussbericht


Im Rahmen des SWAP bei We Produce Our Collection habe ich mir vorgenommen, mehr alltagstaugliche Kleidung zu nähen. Alltagstauglich heißt bei mir: Hundetauglich. Kleider und Röcke finden da eher weniger Platz, trotzdem war mein erstes Projekt ein Kleid.

 

Zum Thema "Kleid und Hund" hatte ich gerade vergangene Woche wieder ein Schlüsselerlebnis. Wir haben zur Zeit Amy bei uns als Gast; das ist Bensons große Schwester. In meiner Mittagspause gehe ich mit den beiden an der Leine eine Runde um den Block. Den einen habe ich links, die andere Dame geht rechts (und links und auch vor und hinter mir). Ich bin also schwer damit beschäftigt, die beiden zu koordinieren, was schon anstrengend genug ist. An diesem Tag hatte ich das große Bedürfnis, diesen Rock anzuziehen. Wie ich bei meiner Gassirunde bemerkte, war das ein riesiger Fehler. Es war nämlich verdammt windig, und der Rock flog mir nur so um die Ohren. Mit Leinen in den Händen, an denen zwei Labbis ziehen, ist es fast unmöglich, auch noch einen Rock zu bändigen. Hätte ich von diesem Wind eine Ahnung gehabt, dann wäre meine Wahl mit großer Sicherheit auf diese Hose gefallen:




Mit dem Schnitt habe ich mich ziemlich lange aufgehalten, aber ich wollte, dass die Hose passt. Ich habe eine Probehose nach der anderen genäht, bis ich mehr oder weniger zufällig auf des Rätsels Lösung gestoßen bin. Danach hatte ich den Kanal erstmal voll von Schnitten, die ewig lange angepasst werden müssen. Eigentlich ist das nämlich so gar nicht mein Ding. Ich will etwas nähen, ich will voran kommen, und nicht wochenlang an einer Naht rumdoktern. Klar sind manche Änderungen nötig, aber das Rad neu erfinden will ich nicht. Trotzdem bin ich ein bisschen stolz auf mich, dass ich mich durchgebissen habe, und die nächste Hose wird bestimmt kein Angstgegner mehr werden.

Als letztes Teil habe ich ein Oberteil genäht. Es ist aus der August-Burda 2014.




Mir gefällt der Ausschnitt, wobei ich die Schlinge und Knopf weggelassen habe. Die Schlinge zu wenden ist nämlich (für mich) unmöglich. Viel zu schmal, viel zu eng für meine Wurstfinger.

 
Ich finde, es geht auch ganz gut ohne Verschluss. Damit ich nicht ständig ein Wiedersehen mit dem Beleg feiern muss, habe ich ihn kurzerhand am Ausschnitt festgesteppt, nicht nur auf die Nahtzugabe. Auch den Saum und die Ärmelsäume habe ich mit einer sichtbaren Naht genäht.


Ich bin mit dem Shirt durchaus zufrieden und kann mir gut vorstellen, hiervon noch das ein odere andere zu nähen. Dem aufmerksamen Leser wird es schon gesehen haben: Das Oberteil passt super zur Hose. 


Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich für den SWAP genäht habe. Es macht Spaß, in einer virtuellen Gemeinschaft etwas zu produzieren.

Als ich anfing, Kleidung zu nähen, habe ich im Traum nicht daran gedacht, wohin das führt. Eigentlich habe ich mir das Nähen ganz einfach vorgestellt - dass es das nicht ist, habe ich ziemlich schnell gemerkt. Trotzdem habe ich immer wieder Stoff gekauft, und immer wieder etwas neues versucht. Dann habe ich die Bloggerwelt entdeckt, und oft ganze Abende vor dem PC zugebracht. Und jetzt bin ich selbst mit dabei. Mit meinem eigenen Blog. Ich persönlich habe das Nähen und davon bloggen noch lange nicht satt. 

Danke an Immi, Mema und Rong für diesen SWAP. Es ist für mich nicht so ganz einfach, Kleidung zu nähen, die auch miteinander zu kombinieren geht, aber gerade jetzt habe ich da besonders darauf geachtet. Und das werde ich auch in Zukunft tun. Schnitttechnisch weiß ich noch nicht, wo ich lande. Ich denke, es wird einfach quer Beet von allem etwas geben - so wird es nicht langweilig ;-)

My Image

Heute gibt es mal nix von Burda. Ich zeige Euch heute meine neue Errungenschaft, und die heißt "My Image".

Diese Zeitung erscheint viermal jährlich und wird jetzt mal von mir unter die Lupe genommen. Taugen die Schnitte was? Ich bin ja von Burda ziemlich verwöhnt ;-)


Ich habe mir über die Homepage die aktuelle Ausgabe Herbst/Winter 2014/2015 bestellt. Und noch die Herbst/Winter-Ausgabe vom letzten Jahr, war im Angebot ;-) Dann lohnt sich auch das Porto von 1,95 €.

Hier aber jetzt erstmal die Übersicht der Schnitte für 2014/2015


In der Zeitschrift werden 18 Schnitte in den Größen 34 - 52 angeboten. Beim ersten Durchblättern ist mir natürlich sofort aufgefallen, wie schön schlicht und einfach die genähten Modelle präsentiert werden.


Ich kann sofort sehen, was mich interessiert. Wenn die Kleider durch Accessoires verdeckt werden, gibt es ein Extra-Foto.


Ganz besonders gut gefällt mir das Angebot, dass alle Schnitte gradiert werden, wenn die passende Größe doch nicht dabei sein sollte. 

Die Schnittbögen sind sehr übersichtlich gehalten; sie sind nicht so überfüllt wie die von Burda.

Die Anleitungen gibt es auf Niederländisch, Deutsch, Englisch und Französisch. Ich bin mal gespannt, wie sich die Beschreibungen umsetzen lassen. Bei Burda ist es ja manchmal echt ein Kampf, obwohl es im Nachhinein immer logisch ist, aber es ist nicht immer so leicht.

Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass die Modelle ziemlich "einfach" umgesetzt sind - selbst die Jacken werden nicht gefüttert.

Mein Testprojekt wird diese Modell hier sein:




Insgesamt wird das Kleid in fünf verschiedenen Varianten gezeigt. So bekommt man direkt ein paar Vorstellungen davon, wie es aussehen könnte.

Bis jetzt habe ich die Zeitung auf deutschen Blogs außer bei Rong noch nicht gesehen. Bei mir wird sie vielleicht öfter auftauchen. Ich glaube, es ist eine gute Alternative zur Burda. Wenn ich Kleid Nr. M1452 genäht habe, gibt es auf alle Fälle eine Beurteilung des Schnittmusters. Stay tuned!

Ein schneller Rock

Als ich am Montag nach Hause kam, war die neue Burda schon da.
Es ist dann schon fast Ritual, dass ich mich auf die Couch lümmel, und in Ruhe durch die Zeitung stöbere. Mindestens zweimal hintereinander. Dabei fasse ich dann schon immer meine nächsten Projekte ins Auge. Zum Beispiel dieses Cape. Seit Wochen habe ich unbändige Lust, einen Mantel zu nähen. Ich weiß nicht, wieso - liegt vielleicht an dem bekloppten Wetter. Seit Pfingsten ist es mehr nass als sonnig, die Temperaturen sind (für meinen Geschmack) sehr verhalten.

Aber jetzt soll der Sommer ja mal wieder ein Comeback feiern. Mindestens vier Tage!! Unfassbar, oder? Also kommt das Cape auf die ToDo-Liste, und dieser Rock wird sofort umgesetzt:

Ein Godet fand ich schon immer toll, und jetzt habe ich mich auch mal drangemacht. Ist ja nicht sonderlich schwer zu nähen. Und nachdem ich mich die letzten Tage nur mit meiner Hose rumgeschlagen habe, war das Nähen vom Rock wie Entspannung für mich. Sooo schön, wenn nichts angepasst werden muss ;-)

Der Rock hat fünf Teile, ist schnell zugeschnitten und auch fix genäht.


Den Stoff habe ich von Javro. Leider sind die gar nicht so weit weg von meinem Arbeitsplatz, haben immer eine tolle Auswahl, und das Preis-/Leistungsverhältnis ist super. Der einzige Nachteil: Es steht nie dran, welcher Stoff das ist. Und ich vergesse jedes Mal, nachzufragen. Vielleicht, weil ich wie gebannt auf die Kasse starre und bete: Lass es nicht so teuer werden, lass es nicht so teuer werden! ;-)))


Ich würde sagen, der Stoff ist dünnes Baumwoll(-Satin?) mit Stretchanteil.... irgendwie sowas. Auf alle Fälle greift er sich toll an und ist passend für den Schnitt.



Weil der Rock ohne Frage für mich ist, verlinke ich den Post bei RUMS, wo es noch viel mehr selbstgemachtes gibt.

Ich habe fertig!

Es ist vollbracht. Aus der Probehose Nr. 1, 2, 3, 4, 5 usw. wurde endlich eine Hose, mit der ich zufrieden bin. Ich fühle mich wie nach einem Befreiungsschlag.

Hier nochmal mein "Leidensweg":


Diese Hose aus der Burda 8/2011 war - sozusagen - der Ausgangspunkt:

Mir gefiel die Knopfleiste an der Seite - so musste ich mich nicht mit dem blöden Reißverschluss rumärgern und konnte mich ganz auf die Passform konzentrieren. Allerdings stieß ich beim Untertritt, der an den Schlitz genäht werden sollte, schnell an meine Grenzen. Außerdem riet Anita mir davon ab, eine Knopfleiste zu machen, da es sich im Sitzen doch sehr ungünstig auswirken könnte. Also habe ich einen nahtverdeckten Reißverschluss reingenäht, und eine Fake-Knopfleiste aus KamSnaps gemacht.
Alle Nähte sind mit der Ovi versäubert, und den inneren Bund habe ich von außen im Nahtschatten festgenäht.

Ich bin wirklich sehr zufrieden mit der Hose, und jetzt - wo ich weiß, wo es kneift - habe ich tatsächlich Lust, direkt die nächste Hose zu nähen.



Es sind immer noch Falten zu sehen, und die werde ich auch nie besiegen können. Es wird immer stoff- und schnittabhängig sein, aber es ist bei weitem nicht mehr so schlimm wie am Anfang.

Ich habe mir die Hose für den SWAP genäht. Hundetauglicher soll meine Garderobe werden, und ich würde sagen, der Hund ist damit einverstanden!


Für die Hose ist im Übrigen noch ein Shirt geplant. Stoff dafür habe ich schon gekauft, nur der richtige Schnitt ist mir noch nicht untergekommen. Da bin ich noch sehr unschlüssig. Aber trotzdem: 

Die Hose wandert jetzt rüber zum SWAP-Treffen. Dort ist sie schon längst überfällig, aber gut Ding muss Weile haben ;-) Bei der Stoffwahl habe ich bewusst einen dunkeln, pflegeleichten Soff gewählt, weil mein Hund sich gerne einsaut, und mich auch an seinem Glück teilhaben lässt. So fallen die Matschflecken wenigstens nicht sofort auf.

Außerdem gibt es noch den Link zum Creadienstag, wo ich die vergangenen Male auch immer meine Hosen-Versuche gezeigt habe. Dort wurde ich auch gefragt, wie viel Meter Stoff ich verbraucht habe: Es waren etwa 4,5 Meter. Meistens habe ich aber nur die Hinterhose zugeschnitten, oder am vorhandenen Teil rumgeschnippelt. 

Endlich der Durchbruch bei der Hose #3

Am Sonntag war ich ja noch ziemlich geknickt von meinen Versuchen, die Hinterhose zu begradigen. Mit dem Verschieben des Fadenlaufs habe ich wohl die Symptome für die Falten beseitigt, aber nicht die Ursache. Es waren immer noch Falten da, und so verschoben bin ich nicht, dass ich die Hinterhose um ichweißnichtwievielProzent schief auf den Stoff legen muss.

Ich habe eigentlich schon aufgegeben. Es warten schöne Stoffe für problemlose Kleider auf mich - warum soll ich ewig an einer einzigen Hose rumdoktern? Trotzdem habe ich das Problem im Hinterkopf, und ich frage mich, warum zum Henker Google alles weiß, aber nicht, wie man die Hinterhose begradigt. (Übrigens: "Hosenkorrekturen" kennt Google überhaupt  nicht. "Sie meinen Nasenkorrekturen?" ist die Gegenfrage und zack! - bekommt man zig Fotos von Nasen, und wie die korrigiert werden. Kein Wunder, dass jeder Hans und Franz Schönheitchirurg werden kann.)

Ich liebe es, Blogs direkt zu besuchen, und vor allen Dingen interessiert es mich, was die oder der Blogger in ihrer Leseliste so alles stehen haben. Den ein oder anderen Schatz habe ich dort schon gefunden.

Also, ich war unterwegs im Netz, hangelte mich von Leseliste zu Leseliste - und blieb mit einem Mal an einem Bild hängen. Eine Hose. Von hinten. Mit Falten. KLICK!

Es war fast schon unglaublich für mich, was ich da sah. Jemand hatte das gleiche Problem wie ich! Und nicht nur das: Es gab eine Lösung. Ich konnte es kaum glauben.

Das ich zu viel an Stoff unter dem Hintern hatte, wusste ich. Abgesteckt hatte ich den ja schon, aber es war mir ein Rätsel, wie ich das auf das Schnittmuster übertragen sollte, ohne an Länge bei den Seitennähten einbüßen zu müssen. Also musste ich die Idee wieder verwerfen.

Es gibt aber sehr wohl eine Lösung dafür, und die zeigt Ann Rowley hier. Wie trivial!
Voller Hoffnung, nun endlich einen großen Schritt weiter zu sein, bin ich an mein Schnittmuster und habe es zerschnitten. Ich habe nicht gemessen oder so, sondern einfach mal nach gut Dünken den Papierbogen gevierteilt.


Ich wäre da im Leben nicht drauf gekommen! Aber letztendlich ist es logisch.... Die Teile habe ich übereinander gelegt und anschließend mit Tesa verklebt.

Zum ersten Mal hatte ich so wirklich das Gefühl, es könnte was werden. So könnte es klappen! Also habe ich die Hosenbeine zum x-ten Mal zugeschnitten, die Abnäher genäht, Seiten- und Innennähte - und dann die Mittelnaht. Ich war richtig aufgeregt, als ich die Hose anprobiert habe, könnt Ihr Euch das vorstellen?

Und jetzt - Tadaaaaaaaaaaaaa - mein Ergebnis:





Ist das nicht der Knaller? Ich bin restlos begeistert. Um mich zu vergewissern, dass es tatsächlich funktionieren kann, bin ich mit der Hose von Sonntag und der von heute zu meinem Liebsten, habe beide Hosen angezogen, ihm meine Kehrseite gezeigt, und wollte wissen, welche Hose nun besser ist. Sofort lobte er den neuen Schnitt. Ich war seelig.

Es sind noch Falten - oder besser gesagt: Beulen - in der Hinterhose, aber die könnten bei einem anderen Stoff schon deutlich geringer ausfallen. Mein Probestoff ist wirklich nicht schön, und das nicht nur farblich.

Ich werde jetzt auf alle Fälle meine Hose für den SWAP zuschneiden...

Kampfansage: An die Hosen! #2

Ich bastel fleißig an meiner Hose rum, komme aber nicht wirklich zu einem Ergebnis. Leider muss ich zugeben, dass es für mich fast unmöglich, alleine eine Anpassung einer Hose zu machen. Zumal ich immer noch nicht weiß, wie ich was ändern muss.

Nochmal zur Erinnerung: So sah die Hose aus, nachdem ich die passende Größe zugeschnitten hatte:

Eigentlich schon ganz gut, aber diese Falten an der Hinterhose haben mir nicht gefallen. Es ist einfach zu viel Stoff unter dem Hintern. Also habe ich abgesteckt. Mit mäßigem Erfolg:

 Die Falten am Hosenbein werden besser. Aber wie bekomme ich diese Änderung auf den Schnitt?





Wenn ich von der Hinterhose etwas wegnehme, muss ich dann auch an der Vorderhose Stoff wegnehmen? Ich habe rumprobiert, und mein Billig-Plaste-Stoff ging weg wie warme Semmeln.

Hier hatte ich die Mittelnaht gekürzt, was die Falten nicht mindert. 

Auch radikale Kürzungen habe ich vorgenommen - auch ohne Erfolg.

Was das werden sollte, weiß ich nicht mehr. Das habe ich erst gar nicht zusammengenäht. Sah schon sehr unpassend aus.

Die Lust auf einen passenden Grundschnitt sinkt und sinkt. Ich weiß gar nicht, wie sinnvoll so ein Grundschnitt ist. Ich meine, wenn ich es jetzt schaffe, mir diesen Schnitt passend zu machen, muss ich doch jeden Schnit entsprechend anpassen. Wo bleibt das individuelle einer Hose?

Also, so ganz bin ich einfach nicht überzeugt. Letztendlich habe ich aber doch einen kleinen Erfolg zu verbuchen:

Die Falten sind immer noch da, sind aber weniger geworden.Sie beginnen nicht mehr an der Seitennaht und es sieht nicht mehr ganz so verschoben aus:








Hinbekommen habe ich das, indem ich die Hinterhose einfach "gekippt" habe. Dadurch hat sich der Fadenlauf verändert.


Ich bin nicht so ganz zufrieden, bin aber einfach nicht mehr gewillt, noch mehr Zeit zu investieren. 
Heute ist Treffen für das SWAP - und ich hätte gerne meine Hose gezeigt. Wenn die Hosenlust wieder zurückkommt (im Moment habe ich echt den Kanal voll), dann schneide ich meinen vorgesehenen Stoff an, mit der Hinterhose im neuen Fadenlauf. Besser bekomme ich es nicht hin.

Me Made Mittwoch im gelben Kleid

Es ist kaum zu glauben, aber die Temperaturen steigen so langsam wieder an! Juhu!

Ich zeige heute mal wieder mein gelbes Kleid. Der Schnitt ist die Nr 124 aus Burda 5/2013. Habe ich beim letzten Kleid noch so vom Ausschnitt geschwärmt, dass es ja nicht so tief ist, gibt es heute das Gegenteil. Ohne T-Shirt drunter wäre das Kleid für mich nicht tragbar.

Morgens noch mit Jäckcken drüber.....


nachmittags geht dann auch endlich ohne.



Genäht habe ich das Kleid schon im letzten Jahr, aber dummerweise mit dem falschen Stoff. Er hätte ein bisschen dünner sein müssen, denn am Ausschnitt treffen einige Stofflagen aufeinander. Mit dem Pikee wurde es zuviel, um punktgenau nähen zu können.

Ansonsten mag ich das Kleid sehr gerne. Die Taschen sind zwar klein, aber fein - mit Paspel.

Im Laufe der Zeit habe ich auch festgestellt, dass es sich wirklich lohnt, Kleidung immer irgendwie zu versäubern oder zumindest mit Belegen zu verstürzen. Anfangs war ich da immer zu faul dazu!

Das Oberteil vom Kleid ist mit dem gleichen Stoff gefüttert. Sieht doch gleich viel besser aus.

Mehr selbstgemachte Kleidung gibt es wie immer auf dem virtuellen Laufsteg beim Me Made Mittwoch.