HosenHerbst #1

Ker, wat freu ich mich. Echt jetzt. Frau Crafteln hatte einen super Riecher und ruft den HosenHerbst ins Leben. Kein Sew-Along im klassischen Sinne, sondern eher ein Interessenaustausch und Sammeln von Erkenntnissen. Eine Marktlücke in der deutschen Blogger-Szene, wie ich finde. Endlich wird sie geschlossen.

Los geht es damit:

Hosenformen, Hosenmoden, Hosenschnitte 
Was für eine Hose möchte ich nähen? Welche Hosen habe ich bisher gerne oder ungerne getragen? Was sind meine Ansprüche an eine Hose? Welcher Hosentyp passt zu meinem Körper und zu meinem Leben? Aus welchem Material möchte ich meine Hose nähen? Welche Materialien eigenen sich für welchen Hosenschnitt? Welche Schnittmuster habe ich bereits ausgesucht? Was für ein Schnittmuster suche ich noch?
 
Was für eine Hose ich nähen möchte, ist klar: Eine passende. 
Alles andere ist für mich erstmal zweitrangig.
 
Bisher - das heißt für mich, bevor ich anfing mit bloggen - habe ich ausschließlich Jeans getragen. Kein Rock, kein Kleid, keine Bundfaltenhosen - nur Jeans. Das waren (und sind) für mich die unkompliziertesten Hosen. Die können einiges wegstecken, und das müssen Hosen bei mir auch.
Als ich mit dem Nähen anfing, habe ich mich in meinem jugendlichen Leichtsinn natürlich auch sofort an eine Hose gewagt. 
 

Ich fand den Schnitt super, die Knopfleiste an den Beinen hat es mir sofort angetan. Blöd nur, dass ich vom Nähen noch so gut wie keine Ahnung hatte. Deswegen endete diese Hose auch in einem Fiasko. Mindestens drei Nummern zu groß, Reißverschluss und Bund eine einzige Katastrophe - das Ding landete im Müllsack. Aber die Knöpfe habe ich gerettet ;-)

Danach habe ich mir noch zwei Hosen genäht, die nicht vernünftig passen und deswegen im Schrank liegen. Inzwischen sollte ich auch diesen Hosen entwachsen sein, was fürs endgültige Entsorgen spricht.

So ließ ich das mit den Hosen sein. Es war mir einfach ein Rätsel, ein Buch mit sieben Siegel, warum diese Dinger nicht sitzen. Nicht ansatzweise. Deswegen fing ich mit Röcken und Kleider an. Kurz danach auch mit dem Bloggen.

Für den FKSA habe ich mir dann mal wieder eine Hose genäht. Sie ist verdammt eng. Und der Bund steht im Kreuz ab. Aber ich mag sie und trage sie auch relativ oft. Mit langem T-Shirt drüber.

Die Hose ist aus Stretch, und davon gehe ich auch nicht mehr weg. Ich mag nämlich Hosen, die relativ eng sitzen. Ich finde, die sind ziemlich kombinationsfreudig. Nicht nur oberteil- sondern auch schuhmäßig.

Die Hose, die ich mir für den SWAP mühevoll erarbeitet habe, sitzt auch ziemlich eng, und es ist kein Stretchstoff. Das heißt, ich mache Gymnastikübungen, um den Reißverschluss zuzukriegen. Und ich hoffe, dass mir keiner einen Sitzplatz anbietet, lieber würde ich dann liegen. Oder halt stehen bleiben.

Was ich auch mag, sind Hosen mit leicht ausgestelltem Bein. Keine Schlaghosen!


Hosen, die unten eng sind, kämen für mich nur in Frage, wenn ich sie in Stiefel stecken kann. Ansonsten finde ich, dass meine Füße so riesig aussehen, wenn ich von oben runter gucke.


Aber das schwierigste an der Hose ist einfach die Passform. Eine Hose, die Falten wirft, im Bund absteht oder an empfindlichen Stellen kneift, ist nicht so der Brüller. Also breche ich mir beim Nähen fast einen ab, kann nur ganz schwer in 3D denken und muss höllisch aufpassen, dass mir der Geduldsfaden nicht reißt.

Hosen sind machbar, aber es ist mühsig. Packen wir es an!
Ein großes Dankeschön an Frau Crafteln, die alles organisiert und hier zum ersten Treffen aufruft.
Ich bin gespannt, wie sich das alles so entwickelt.

Kommentare:

  1. Interessanter Sew along. Bin gespannt.
    Herzliche Grüße,
    Elke

    AntwortenLöschen
  2. Hi Sandra, da bin ich ja mal auf Deine nächsten Hosenprojekte gespannt. An Hosen trau ich mich noch nicht ran - ist mir zu kompliziert, da ich eigentlich der reine Jeans-Typ bin - ich habe gar nichts anderes. Und leider ging meine Lieblings-Jeans jetzt nach 9 Jahren kaputt (heul) - ich hebe sie mal auf - wer weiß, vielleicht schaffe ich es eines Tages mir genau diesen Schnitt nachzubasteln… aber jetzt warte ich erst mal auf Deine nächste Hose :o)
    Liebe Grüße, Evelyn

    AntwortenLöschen
  3. Wenn die nächste Hose so gut sitzt wie die blaue mit den gefakten Knöpfen - super! Das wird sicherlich gut...

    AntwortenLöschen
  4. Jetzt hast du noch gar nicht veraten, was für eine Hose du dir nähen möchtest. Ich bin gespannt.
    LG von Susanne

    AntwortenLöschen
  5. der schnitt mit der knopfleiste könnte mir auch gefallen... das hat was. und das absteh-problem am bund kenne ich zur genüge von diversen hosenkauf-versuchen.

    AntwortenLöschen
  6. " Lieber leg ich mich hin" - hab ich gelacht. So eine Hose habe ich mir auch mal genäht.
    Lg Mathilda

    AntwortenLöschen
  7. Deinen Hosen-Herbst werde ich aufmerksam verfolgen, da deine Figur meiner sehr ähnlich ist. Ich bin auf deine Hose gespannt.
    LG Mirella

    AntwortenLöschen
  8. Hi Sandra, das mit den drei Nummern zu groß kenne ich auch - da misst man sich 5 Mal aus, kommt immer wieder auf die gleichen Werte, orientiert sich an der Größenangabe im Schnittmuster und heraus kommt wahlweise ein Sack oder, wie Du schreibst, eine "Liegehose".

    Ich habe erst vor ca. einem Jahr mit dem Nähen angefangen (ausgerechnet mit einer Hose :-), die dann mit verdrehten Beinen und viel zu groß doch im Müll landete). Dank des sich sehr früh ankündigenden Herbstes (da kommt der Hosen Herbst gerade Recht), werde ich das Thema Hosen doch nochmal angehen - das muss doch irgendwie machbar sein :-)

    Bin jedenfalls sehr gespannt darauf zu sehen, wie es weiter geht!
    Viele Grüße, Rike

    AntwortenLöschen
  9. Oh, das erste und zweite Schnittmuster gefällt mir extrem gut. Die Knopfleiste ist echt ein Hingucker und die Form von Schnitt 2 finde ich richtig toll. Leider habe ich genau diese Burda-Ausgaben verpasst... Also muss ich umso intensiver bei Dir zuschauen.

    Woran lag es denn, dass die erste Hose 3 Nummern zu groß war und die folgende eher eng? Hast Du zwei mal die gleiche Größe gewählt und es lag wirklich am Schnittmuster oder gab es andere Ursachen. Da ich Burda-Hosen für Erwachsene noch nie genäht habe, wäre das für mich auch interessant - wie die Schnitte "untenrum" so gradiert sind. Passend - groß - klein - wechselhaft...

    LG
    Antonia

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr darüber!