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Aus dem Nähkästchen geplaudert

Vielen, vielen Dank für all die lieben Komplimente, die Ihr mir zu meinem Trench gemacht habt. Ich muss sagen, dass macht mich schon ein bisschen stolz.

Einige schrieben, dass sie sich nicht trauen würden, so etwas kompliziertes zu nähen. Ich kann Euch sagen, dass ich es nicht besonders schwierig fand - eher langwierig. Für mich ist es eine viel größere Herausforderung, mit Jersey zu arbeiten, und genau da will ich mich jetzt ranwagen.

Es soll wieder ein Kleid aus der MyImage werden.

Wie immer nutze ich beim Zuschneiden das Doppelkopierrädchen. Ich bewundere die Damen, die ein exaktes Augenmaß haben, und die Nahtzugaben sich nicht markieren, sondern einfach drauf losschneiden.

Apropos Nahtzugaben: Manchmal stolpere ich über den Satz: "Ich lasse die Nahtzugabe einfach weg, dann wird es schon passen."
Es mag jeder so machen, wie er es für richtig hält, aber gerade bei dieser Zeichnung ist mir aufgefallen, dass die Nahtzugaben nich überall proportional gleich sind. Klar kann man mit der Nahtzugabe ein bisschen spielen, aber ich persönlich mache mir die "Arbeit", und rädel einmal um mein Teil rum. So verfälsche ich nichts.

Ich übertrage auch alle Markierungen. Anfangs war ich damit sehr faul, aber inzwischen achte ich peinlich genau darauf, dass ich ja nichts übersehe.


Alle Teile werden durchnummeriert und teilweise auch beschriftet, dass ich nicht dauernd gucken muss, welches Teil nun was ist.



Ich nähe genauso, wie es beschrieben ist. Ich arbeite Satz für Satz ab. Bei langen Abschnitten markiere ich den Satz, den dich fertig habe, damit ich nicht den Überblick verliere. Es könnte fatal sein, wenn man einen Satz überspringt ;-)



Es ist wichtig, dass man die richtige Nadel nimmt. Ich bin immer überrascht, dass es Leute gibt, die Jersey nähen, aber keine Jerseynadel nutzen. Man braucht keine Hightech-Maschine, solange man ein paar grundlegene Dinge beachtet....


Das Nähen läuft gut; ich versuche mich mal am Framilon-Band. Elastische Nähte sollen dadurch elastisch bleiben - mal sehen, ob´s stimmt. Bei meinem jetzigen Projekt habe ich die Schulternähte damit verstärkt.


Was hier so formlos hängt, sieht an mir zum Glück nicht so aus. 

 
Ich bin noch etwas unschlüssig, wie ich den Halsausschnitt gestalten soll. Soll ich den Ausschnitt mit dem Besatz verstürzen? Oder mit Schrägband einfassen? Fakt ist: Es muss dehnbar bleiben, sonst bekomme ich das Kleid nicht mehr über meinen Kopf. Viel Auswahl bleibt da ja nicht.....

Kommentare

  1. Das schaut jedenfalls schonmal sehr interessant aus, bin gespannt aufs Tragebild. Ich bin für Belege...

    LG Carola

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  2. Ich nähe bei Jerseys meist keine Belege, weil sie bei mir immer dazu neigen, rauszuwandern. ich mache immer ein schmales Bündchen, das funktioniert sehr gut.
    Liebe Grüße
    Katharina

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  3. Das Doppelkopierrädchen, das du nutzt, ist ja eine prima Sache. Das kannte ich noch nicht und ich glaube, das brauche ich auch. Danke für den Tipp.
    Nähanleitungen lese ich mir vor dem Nähen komplett einmal durch, halte mich aber nicht an die genaue Reihenfolge, falls es mir anders leichter erscheint.
    Dein neues Jerseykleid sieht ja schon vielversprechend aus. Ich würde beim Kleid wohl einen Beleg machen, da es edler aussieht, als ein Bündchen. Wenn der Halsausschnitt recht hoch sitzt, wandert der Beleg auch nicht-ist jedenfalls meine Erfahrung und notfalls kannst du ihn an den Schulternähten fixieren.
    LG von Susanne

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  4. Hallo Sandra,
    Kanten und Belege in Jersey verarbeite ich immer mit dem Framilon Band. Hätte ich eine Coverlock wäre es natürlich einfacher aber die habe ich nicht.

    Den Halsausschnitt hier hätte ich also ich folgendermassen gemacht:

    Siliconband (Framilon) nach Schnitt genau in der Länge des Halsauschnittes zuschneiden.
    Band anstecken (Mitten u. Seitennähte schön aufeinandertreffen lassen wobei ich sie zuvor auch auf dem Band markiert habe)
    Band von Hand an die Kante anheften. (Zum Heften nehme ich immer den Stickfaden von Madeira, weil der ist auch Viskose d.h. sehr schön flutschig und am Ende vor allen Dingen immer sehr leicht wieder herauszubekommen weil nicht reißfest.)
    Dann die Kanten weiter verarbeiten. Z.b. mti Schrägband oder mit Belegstreifen oder einfach umbücken - je nachdem. Das Silconband lässt sich problemlos mit der Maschine durchsteppen udn hält schön die Form des Ausschnitts wobei der flexibel bleibt.

    Liebe Grüße
    Immi

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    1. ... noch vergessen:
      Wenn du weiterverarbeitest, dann natürlich am besten mit dem Elastikstich (kleiner Zick-Zack) deiner Nähmaschine!

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