Des Wahnsinns fette Beute

Die Linkliste zum HosenHerbst bei Meike ist nochmal geöffnet, und ich alte Trödelliesel habe es doch noch tatsächlich geschafft, eine Hose zu nähen. Also, zumindest so grob.

Ziel ist diese Hose aus der Burda 6/2014:


Die Hose hat nichts besonderes, und eigentlich ging es mir hauptsächlich um die Passform. Die Falten unter dem Hintern in Griff bekommen - mehr nicht.
Ich habe mir einen Grundschnitt erarbeitet, mit dem ich sehr zufrieden bin, und mit dem ich gerne noch ein bisschen zusammenarbeiten würde. Allerdings beschleicht mich das Gefühl, dass man gerade bei Hosen, bei jedem neuen Hosenschnitt, immer wieder bei Null anfangen muss. Der Stoff spielt eine große Rolle, der Schnitt natürlich auch .... Aber ich habe es trotzdem mal probiert. Nur so zum Spaß.

Ich habe den Schnitt der neuen Hose über den Grundschnitt gelegt. Und dabei kam heraus, das fast kein Unterschied ist. Ich habe lange überlegt, ob ich es wagen soll. Soll ich die Hose ohne die bei mir erforderliche Schnittkorrektur zuschneiden, und einfach mal testen..... vielleicht könnte es passen.

Diese Entscheidung habe ich bis heute vor mir her geschoben, und jetzt hat die Neugierde gesiegt. Die Nähte waren schnell gemacht, der Reißverschluss muss noch warten. Heraus kam folgendes:



Von vorne und von den Seiten sieht es schonmal ganz gut aus. Natürlich ist es durchaus noch verbesserungswürdig, aber fürs erste finde ich es okay. Und jetzt von hinten:

Gar nicht so schlecht, oder??? Ich war sehr überrascht. Diese Hose hat doch tatsächlich Potential, fertig genäht und getragen zu werden.

Ich muss allerdings dazusagen, dass der Stoff dieser Hose dem vom Grundschnitt sehr ähnlich ist. Also sehr stretch-ig! Hätte ich einen anderen Stoff genommen, der bedeutend weniger Elasthananteile hätte, dann würde so was vielleicht nicht klappen, und es wäre ein Griff ins Klo gewesen. Eventuell sollte ich noch ein bisschen mehr den Stoffanteil unter dem Hintern reduzieren, wobei ich mir dann die Frage stelle, ob ich mich hinsetzen kann, ohne mir die Blutzufuhr in die Beine abzuquetschen....

Kommentare

  1. Dein Erfahrungsbericht mit dem Schnitt macht mir richtig Mut, mich jetzt auch endlich an Hosen zu wagen. Im Moment fehlen mir sowohl Zeit als auch Muße, um mich mit neuen Schnitten zu beschäftigen, aber die Hosenidee schwirrt mir natürlich auch im Kopf herum. Den Schnitt werde ich mir mal merken.
    Liebe Grüße
    Elsa

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  2. Hallo Sandra,
    hast du den hinteren hosen bein dressiert, bevor du die beine zusammengenäht nast? ich ahbe dsas starke gefühl, ihm fehlt thermo-feuchte verarbeitung.

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    1. Nein, hier ist nichts dressiert. Das täte der Hose mit Sicherheit gut.

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  3. Die "richtige" Kombination von Stoff und Schnitt, die bei dir funktioniert, scheinst du jedenfalls gefunden zu haben. Damit lässt sich doch arbeiten.
    LG von Susanne

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  4. Hallo Sandra,
    ich muss dir wiedersprechen:

    - Du bist für mich alles andere als eine Trödelliese!
    - Die Sache mit verschiedenen Stoffen und deren Wirkung auf die Passform wird überbewertet. IMO

    Finde es super dass du ein Foto (leider nur der Hinterhose) gezeigt hast mit den zwei Schnitten übereinanderliegend. Hier siehst du, dass dein Grundschnitt gerader gestellt, ist als der neue Schnitt. Deine Rowling Änderung hat letzlich seinerzeit auch dafür gesorgt ,dass deine ursprünglicher Schnitt gerader gestellt wurde. Würdest du nun an der neuen Hose die Schrittlinie oben so machen wie am Grundschnitt und dafür an der Seite den Betrag wegnehmen (also die neue Hinterhose auch wieder geraderstellen) - vielleicht wären dann die Falten unterm Po auch schon weg!?

    So langsam habe ich den Verdacht dass bei Figuren mit verhältnismässig (!) breiteren Hüften ganz genau das 'Geradestellen' die Falten unterm Po beseitigt. Dazu habe ich selbst auch gerade ein paar Experimente gemacht mit verschiedenen Proben. Werde da bald mal was zu posten.

    Liebe Grüße
    Immi

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    1. Ich müsste den neuen Schnitt wohl tatsächlich noch etwas begradigen, um ein besseres Ergebnis zu erzielen.

      Bei weiten Hosenformen mag der Stoff wohl wirklich keine große Rolle spielen, aber bei der Hose für den SWAP hatte ich einen Stretch-Stoff für die Probe, und anschließend Gabardine - und der Stoff gab kaum nach. Und schon klemmte das Hüftgold im Reißverschluss. *autsch*

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  5. Aber wenn ich jetzt NICHT Recht hatte u. du doch nur ein wenig die Schrittkurve ändern musst!?

    (zu Stretch-Stoff)
    Ja, o.k - Stretch zu Gabardine ist ein krasser Unteschied mit entsprechenden Auswirkungen auf d. Schnitt - ist klar.

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  6. Ich warte schon so lange, dass ich mal diese Hose genäht sehe. sehr vielversprechend! Habe mich gefragt, wie das mit den Taschen vorne gemeint ist - nur vom lesen bin ich bisher nicht schlau geworden. Und, die Hose soll ja etwas tiefer sitzen (sagt burda), das verändert auch einiges. Liebe Grüße Michaela

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  7. Oh, schöner Schnitt! Kommt mir das so vor oder macht es optisch durch diese Einsätze eine schmalere Hüfte?! LG Anita

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