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... gebacken wird auch noch

Bevor ich jetzt in mein Wochenende abtauche, muss ich noch schnell etwas loswerden. Aus gegebenem Anlass (Winke-Winke, Jenny!)

Ich backe und koche sehr gerne. Auch wenn ich für alles ein Rezept brauche, aber es macht mir trotzdem Spaß, und ich traue mich auch an alles ran. Ich habe auch gerne Hefekuchen gebacken, aber irgendwann hatte ich damit ein paar Misserfolge - und somti war auch die Lust verflogen.

Als die Brotbackautomaten in Mode kamen, musste ich natürlich auch so ein Teil haben. Lange Zeit habe ich damit Brote gebacken, habe sämtliche Backmischungen durchprobiert, und auch ein- oder zweimal selber die Zutaten zusammengemischt (was nicht so der Knaller war).

Inzwischen steht auch der Brotbackautomaten im Regal. Zwischen der Eismaschine und dem elektrischen Fleischwolf. Hinter der Nudelmaschine. Neben dem Sodasprudelding.

Vor ein paar Wochen kam mir in den Sinn, ich könnte doch mal wieder Brot backen. Ohne Automat. Auf die ganz herkömmliche Art und Weise. Ich habe ein bisschen gegoogelt und stellte mein Herzblatt eines Abends meinen Plan vor: Ich brauche ein Gärkörbchen, eine Brotbackform, ein Rezeptbuch und wohl auch eine neue Brotschneidemaschine. Bei der Brotschneidemaschine erhob er Einspruch. Ich solle wohl erstmal die alte suchen. Grmpf.

Noch ein kleines Weilchen später - und nach erfolgreicher Suche - besorgte ich mir erstmal die Brotbackform. Und ich nahm beim Einkaufen getrockneten Sauerteig mit.


Und Mehl und Hefe natürlich auch noch. Heute habe ich mich dann mal an das Brot backen rangemacht, und ich kann jetzt schon sagen, dass ich bis jetzt sehr zufrieden bin. Es ist ja nicht nur der Geschmack und die Konsistenz wichtig, sondern auch die Haltbarkeit. Das Brot sollte morgen Abend auch noch lecker sein.


Und so habe ich es gemacht:

200 gr. Dinkelmehl
300 gr. Weizenmehl (405)
250 gr. Roggenmehl (1150)
10 gr Salz

vermischt.

20 gr Hefe in
100 ml handwarmem Wasser aufgelöst. Dann den
Vollkorn-Sauerteig dazugeschüttet und vermischt.
(Dieser Arbeitsschritt war irgendwie seltsam und suboptimal, stand aber so im Rezept.)

Die Sauerteig-Hefe-Mischung habe ich dann mit dem restlichen Mehl und 500 ml lauwarmem Wasser verknetet. So lange, bis es fast nicht mehr geklebt hat. Den Teig habe ich in eine Schüssel, mit einem Handtuch zugedeckt und gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hatte. Dann habe ich den Teig nochmal durchgeknetet,und auch noch ein bisschen Mehl dazugenommen, weil er doch recht klebrig war.

Für das zweite Gehen habe ich das Brot in die Backform gelegt, und als sich der Teig nochmal um einiges vergrößert hatte, habe ich die Form bei 250° in den vorgeheizten Backofen geschoben. Nach 15 Minuten habe ich die Temperatur auf 190° reduziert, und nach weiteren 55 Minuten das fertige Brot aus dem Ofen geholt.


Ich bin echt überrascht, wie gut mir das Brot geglückt ist. Damit das kein Einzelfall bleibt, habe ich mir heute gleich wieder eine Packung Sauerteig mitgenommen - und eine Tüte Pastamehl. Wird Zeit, dass ich meine Nudelmaschine mal wieder entstaube.

Kommentare

  1. Das sieht ja ausgesprochen lecker aus! Ich hab bisher immer nur Hefeteig-Brote gebacken und mich noch nicht so recht an die Sauerteig-Variante getraut. Klingt aber von der Verarbeitung nicht kompliziert :) Ich probier das auch mal aus.
    Ich wünsche Dir ein schönes entspanntes Wochenende.
    Liebe Grüße
    Katharina

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  2. Brot backen wir auch öfters und jetzt wo wir am Wochenende dank dem Wetter sicher auch mal wieder den einen oder anderen "Haustag" einlegen werde ich sicher auch wieder mehr Brot herkömmlich backen... wir haben uns einen gusseisernen Topf geholt und das passende Brotbackbuch... auch genial. Und wenn Dein Brotbackautomat noch in der Ecke steht...probiere doch ruhig mal aus in dem Teil Deinen Hefeteig gehen zu lassen... der wird sowas von fluffig - egal ob nun als Pizzaunterlage oder als Grundlage für den nächsten Pflaumen oder Apfelkuchen.... guten Appetit.
    liebe Grüße Jacky

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  3. Hi, hi - witzig - ich hatte gestern aben auch ein Brot gebacken - da hatte ich noch nicht gesehen, das Du das hier gepostet hast :-)
    Ein Gärkörbchen habe ich auch - dann sieht das Brot wie vom Bäcker aus, wenn denn klappt und ganz toll ist mein Backstein - den lege ich in den Backofen - da wird das Brot schön knusprig drauf.
    Liebe Grüße
    Evelyn

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  4. Oh das sieht sehr lecker aus. Ich liebe es, brot zu backen. Mein Brotbackautomat steht allerdings auch in der ecke *gg*
    Kennst du das idiotensichere Brot? Mit Hefe - und wirklich gelingsicher. Man muss nur wissen, dass man diesen Teig nicht knetet, sondern nur die Zutaten kurz mit einem Holzlöffel verrührt und den Teig dann lange gehen lässt. Ich mache das meist abends, stelle die Schüssel in den Backofen (natürlich ausgeschaltet) und backe dann vormittags.

    Hier ist das Rezept: http://isabelbogdan.de/2011/02/24/brot/
    bzw. die Anleitung.
    Und es gibt 1000 Abwandlungen: man kann Körnerbrote, Rosinenbrote usw. machen. Unser "Liebling" ist Zwiebelbrot mit Röstzwiebeln.
    super viele Ideen dazu gibt es im ioff-Forum: http://www.ioff.de/showthread.php?t=399302

    Vielleicht probierst du es mal aus, bis jetzt waren meine Freundinnen, die sonst vor brot zurück schrecken, begeistert.

    Happy backing,
    Gabriele

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