März-Inspiration

Meine Schwiegereltern feiern am 10. April ihre Goldene Hochzeit. Stolze Leistung!
Was eine tolle Inspiration für ein Kleid, oder? Ein ganz klein bisschen festlich sollte es werden, also ging die Suche nach dem passenden Schnitt los.

Diese drei standen zur Auswahl:






















Letztendlich fiel die Wahl auf die 119.
Als Stoff habe ich einen Stretch-Satin genommen. Der Stoff ließ sich sehr gut verarbeiten und fühlt sich toll an. Eigentlich ist vorgesehen, die Nahtzugaben vom Rockteil mit einer Ziernaht festzusteppen, aber aufgrund des Musters habe ich das gelassen. Von innen habe ich fast alle Nähte mit der Ovi genäht.

Innerhalb von zwei Tagen war ich mit dem Gröbsten fertig, aber der Kragen, der mir so gut gefiel, hat es leider in sich. Das Verstürzen mit dem Beleg war schon so ne Sache, aber dass diese blöden Ecken sich so nach hinten ziehen..... schade, aber ich weiß nicht, wo ich da etwas ändern könnte. Ich habe alle Nahtzugaben eingeschnitten, trotzdem sieht es noch so aus. Ich vermute, dass die Ecke am Halsausschnitt irgendwie nicht so wirklich mit dem Beleg zusammenarbeiten will.


Den Beleb habe ich übrigens mit Saumfix punktuell ein bisschen festgeklebt. Leider habe ich das Problem ganz oft, dass die Belege hin und wieder rausklappen, obwohl ich die Nahtzugabe schön brav festgesteppt habe. Mal sehen, ob das mit dem Saumfix besser hält.

Na ja. Auf der Feier weiß kein Mensch, dass der Kragen so nicht sein soll.
Und jetzt mal das Kleid im Ganzen und an mir:












































Ich fühle mich sehr wohl in diesem guten Stück. Ein paar Tage habe ich noch Zeit, farblich besser passende Schuhe zu finden. Außerdem wollte ich mir noch eine Jacke aus dem gleichen Stoff dazu nähen, weil es am 10. April für mich Frostbeule noch etwas zu kalt sein könnte. Zugeschnitten ist die Jacke schon - ich hoffehoffehoffe, dass ich noch paar Stunden Zeit dafür finde.

Mehr Inspirationen gibt es wie immer am letzten Montag im Monat bei Frau Burow. Vorbeischauen lohnt sich!

Stickwochende im Heimbuchenthal


Jedes Jahr veranstaltet die Nähwelt Flach ein Stickwochende.

Bei meiner ersten Teilnahme hatte ich vom Sticken noch keine Ahnung. Meine Mutter hatte es mir zwar mal so grob gezeigt, als ich die Maschine bei ihr abgeholt hatte, aber danach bin ich nie wieder dran. Das Besticken von Handtüchern, T-Shirts und Co. war nicht meins. Ich fand es schlichtweg spießig, die Muster entweder kindisch oder altbacken.

Meine Mutter überredete mich dann ein paar Monate später, mit ihr zu dem Stick-Wochenende zu fahren. Es wäre doch eine tolle Gelegenheit, und ich könnte ein bisschen mit der Maschine üben. Ziemlich voreingenommen bin ich mitgefahren - allerdings habe ich meine Meinung ganz schnell revidiert, und war begeistert! Es wurde ein Rezepteordner erarbeitet, und der Ordner ist bei mir seither in Gebrauch.


Am nächsten Tag haben wir eine Tasche einschl. passendem Geldbeutel gestickt. Hier war das Besondere der Reißverschluss.



 Für mich ist das inzwischen völlig normal, dass manche Stickmuster einen Reißverschluss mit verarbeiten, damals war das wohl noch eine große Sache. Einige sind auf alle Fälle fast nach hinten übergekippt und konnten es kaum fassen.

Beim letzten Mal wurde eine Technik vorgestellt (Cut-Work), die so überhaupt nicht zu mir passte. Ja, es hat Spaß gemacht, aber diese Nadeln (oder besser gesagt: Messer), die für diese Technik benötigt werden, sind sündhaft teuer. Und die Dateien auch.
Den Wandbehang, den wir gemacht haben, kann ich Euch leider nicht mehr zeigen. Ich fand das Ding hässlich, aber die Tante von meinem Mann hat sich sehr darüber gefreut.
Na ja, und dann haben wir noch so einen komischen Loop gemacht. Hierbei wurde eine spezielle Klebeunterlage vorgestellt, die allerdings richtig, richtig teuer ist.



Was mir auch gut in Erinnerung geblieben ist, war das Bekleben des Loops mit diesen Glitzersteinchen..... Mir persönlich gefällt das überhaupt nicht, dieses Geklitzer und Gefunkel. Aber Ihr hättet die "Aaahhhhhh"´s und "Ooooooooooooooohhhhhhhhhhhh"´s der anderen Damen - einschließlich meiner Mutter! - hören sollen, als die Kursleiterinnen mit den Glitzersteinchen ankamen. Wie die kleinen Mädchen haben sich alle auf die Steinchen gestürzt und ich war mir nicht mehr sicher, ob jetzt die Augen oder die Steine mehr funkelten. Ich bin auch brav nach vorne gegangen und habe meine Stein-Ration abgeholt, aber natürlich nur, um sie dann an meine Mutter abzudrücken. Ach Gott, was war sie selig.....(Fast hätte sie mich noch vor all den Leuten geknutscht!)

Was dieses Jahr auf dem Programm steht, ist wie immer ein kleines Geheimnis. Ein bisschen was wird im Vorfeld allerdings bekannt gegeben - und das ist auch gut so. Es geht diesmal um kleine Geschenke / Mitbringsel. Das finde ich ganz nett und brauchbar, denn hin und wieder kommt so was ja ganz gut an. 

Ich werde versuchen, ein bisschen live vom Ort des Geschehens zu bloggen, und diesen Post regelmäßig aktualisieren. Wer "mitkommen" möchte, ist herzlich eingeladen!

Freitag, 28.03.2014
17.20 Uhr
Wir sind im Hotel angekommen und haben unser Zimmer bezogen. Eine schöne Aussicht haben wir: 


Nur davon werden wir nicht so viel haben, schließlich klemmen wir uns ab morgen hinter unsere Maschine! Und die gehen wir jetzt auch mal aufbauen. 

20.08 Uhr
So, die Maschinen stehen.
Mag sein, dass ich die jüngste in unserem Kurs war, aber ich hatte die älteste Maschine. Links und rechts neben mir standen echte Ferraris. (Bevor sich jemand wundert: Ich mache keine Werbung für Bernina, aber an diesem Wochenende waren NUR die Bernina-Maschinen da. Nächstes Wochenende kommen dann all die anderen Marken. Ich weiß nicht, was dahinter steckt, es wird aber so vom Organisator aus getaktet.)

 
Inzwischen sind hier noch andere Damen eingetrudelt, die an dem Kurs teilnehmen.  Das ist immer wieder interessant. Da sind welche dabei, die könnten meine Oma sein, und die bedienen eine solches Hightech-Gerät. Hut ab!

Samstag, 29.03.2014
09.10 Uhr
Guten Morgen! Heute geht es endlich los. 
Das Wetter ist herrlich - fast zu schade, um den ganzen Tag drin zu sitzen. Aber wir freuen uns darauf und sind gespannt, was wir erarbeiten werden. Angeblich soll sogar etwas dabei sein, was dem Stickmuffelmann gefallen wird.... 

13.05 Uhr
Pause. Der Lärmpegel ist gigantisch. Kein Wunder, wenn 13 Maschinen gleichzeitig losrattern. 
Aber wir sind fleißig. Hier schonmal ein erster Einblick: 




17.45 Uhr
Feierabend für heute. Das haben wir heute erarbeitet: 


Ein Türschild für unsere Männer (Schatzi, freust Du Dich?). Man kann aber auch das Handy reinstecken und das Teil dann direkt an die Steckdose hängen.

Das zweite Projekt ist ein Taschenbaumler - mein absolutes Lieblingsstück. Hier standen uns fünf verschiedene Farben zur Auswahl. Ich fand grün ganz passend für den Frühling. Das Teil gefällt mir echt gut und ist wirklich schnell gemacht. Gestickt wurden hier nur die Blumen und Kreise, der Rest kann nach Belieben zusammengebaut werden. Ich habe mir sogar zwei dieser Bausätze mit nach Hause genommen.


Das letzte Projekt war die Erste-Hilfe-Tasche, die von beiden Seiten bestickt ist. 


So, und jetzt: 


Prösterchen!

Sonntag, 30.03.2014
11.11 Uhr (Helau!)
Wir sitzen seit 09.00 Uhr schon wieder hinter der Maschine. Heute werden die beiden Enden eines Schals bestickt. Die Rahmen, die dazu benötigt werden, haben schon recht große Ausmaße:


Das sieht sehr hübsch aus, vor allen Dingen mit dem bunten Garn....

Bei meiner Mutter und ihrem Ferrari sieht das so aus:


Sie testet den neuen Mega-Maxi-Wasweißich-Rahmen, den es seit etwa 2 Wochen gibt. Der Rahmen ist so groß, den könnte ich als Hula-Hoop nutzen.  Der Nachteil bei diesen großen Rahmen ist der Vlies-Verbrauch. Und gerade der Klebevlies ist nicht gerade günstig.

14.00 Uhr
Die letzte Runde läuft.


Es werden Manschetten gestickt, in denen dann ein Gästehandtuch Platz finden soll. Jetzt kommt der Knaller: Wir haben das Handtuch bestickt. Ich dachte, ich höre nicht recht.... Ich sticke doch jetzt nicht meinen Namen auf das Gästehandtuch! Also habe ich daraus ein kleines Mitbringsel für unseren Hund gemacht:


Die Damen haben herzlich gelacht - sie kennen meine Meinung zu solchen Projekten.

Fazit:
Es war ein sehr schönes Wochenende, bei dem ich einiges gelernt habe. Hauptsächlich ging es um den richtigen Untergrund für verschiedene Stickarbeiten. Wenn man eine saubere Arbeit haben will, muss man einfach einiges beachten. In einem Forum habe ich mal gelesen, dass es tatsächlich Leute gibt, die Küchenpapier als Vlies nutzen. Das würde ich nie tun - noch nicht mal beim Sabbertuch für den Hund.


Verlinkt bei RUMS 

Me Made Mittwoch am 26.03.2014

Heute bin ich mal wieder beim Me Made Mittwoch dabei. Ich trage das Kleid 108 aus der Burda 11/2013, welches ich mir im letzten Jahr genäht habe, und sich für die Übergangszeit hervorragend eignet.
 

Der Stoff ist übrigens ganz toll. Waschen, in den Trockner, Anziehen. Kein Knittern, kein Bügeln, nix. Gekauft habe ich ihn bei Javro, eine sehr gute Alternative zu Alfatex. 



Was mich immer noch ein bisschen ärgert, ist die verhunzte Rockansatznaht. Zum Glück fällt diese Kurve von Weitem kaum auf.


Seitdem bin ich noch vorsichtiger an der Ovi, denn ich habe immer das Gefühl, ich könne ein Kleidungsstück kaum noch retten, wenn ich die Nahtzugabe abgeschnitten oder sonst irgendwelche groben Schnitzer mit der Ovi fabriziert habe.

 
Wiebke, die uns heute beim Me Made Mittwoch begrüßt, gefällt mir heute besonders gut. Diese Hose.... ein Traum! Vielleicht - ganz vielleicht - werde ich mich doch mal mit dem Thema beschäftigen. So eine Hose will ich auch....

Frühlingskleid(ung) Sew Along #3

Heute treffen wir uns bei Cutiecakeswelt, und präsentieren den neusten Stand in Sachen Frühlingskleid(ung) Sew Along.

Ich hatte die aberwitzige Idee, mir eine Hose zu nähen, obwohl wir doch alle wissen, Hosen nähen ist echt scheiße nicht einfach. Ach ne, es muss heißen: Hosen ANPASSEN ist echt scheiße, das Nähen ist eher ein Klacks.
Meine Wunsch-Hose war das Modell aus der aktuellen Simplicity. Wie sich herausstellte, war die Hose recht breit. Definitiv ZU breit. Überall war zu viel Stoff, und meine Bemühungen, das irgendwie in Form zu kriegen, scheiterten. Die Lust auf diese Hose schwand von Minute zu Minute. Hier mal ein Bild, bevor ich aufgab:


Schon allein das Überprüfen der Passform - mit Spiegel und Foto - finde ich ätzend, aber anders geht es nicht. Und um die Falten zu erkennen, reicht es.
Es ist immer das gleiche Problem: Hinten ist zu viel Stoff, und ich weiß nicht, wie ich das in Griff bekommen soll. Ich verändere die Kurve der Schrittnaht, ich ändere an den äußeren und inneren Beinnähte - es wird nicht besser. Ich habe einfach keinen Plan, und fürs Nähen im Blindflug habe ich keine Zeit und Lust. Ich vermute, dass der Schnitt geändert werden müsste, aber ich weiß nicht wie, und außerdem habe ich nur Stoff für eine Hose.

Wie so oft an diesem Punkt mache ich das Licht aus und gehe ins Bett, ein bisschen schmollen.
Und ich denke darüber nach, wie es mit der Hose jetzt weitergehen soll.

Heute morgen habe ich dann eine alte Jeans aus dem Schrank gezogen. Seit fast zwei Jahren hatte ich sie nicht mehr an - jetzt sollte sie eine letzte Aufgabe bekommen:


Ich habe die Jeans und meine weiße Hose wieder in die Einzelteile zerlegt und die Jeans als Schnittmuster genutzt. Ich weiß, dass die Jeans recht eng war, und so sollte die weiße Hose auch werden. Ob das klappt? Keine Ahnung, aber ein Versuch war es mir wert.

Die ersten Nähten waren schnell gemacht, und ich war - ohne den Falten unter meinem Hintern auch nur einen Funken Aufmerksamkeit zu widmen - ziemlich begeistert. So sollte die Hose sein! Ich bin zu meinem größten Kritiker gelaufen, drehe mich voller Stolz und erwarte ein ganz, ganz großes Lob.

Statt dessen: "Man kann den Schlüpper sehen."
"Da kommt doch eine Bluse drüber!"
"Ach so, ja dann geht´s."

Na Gott sei dank.

Ich habe die Nahtzugaben mit der Ovi versäubert, Bund und Gürtelschlaufen genäht - und beim Reißverschluss fällt mir auf, dass die Bundbreite sich um ca. 0,5 cm variiert. Sieht nicht schön aus, aber war mir wurscht. Kommt ja die Bluse drüber ;-)


Herausgekommen ist das:


Also, es ist nicht schön, aber für mich durchaus akzeptabel. Ich kann es im Moment nicht besser, mir fehlt Ehrgeiz, Zeit und Stoff, um eine Hose zu nähen, die 100% sitzt. Ich sach mal so: Die Hose funktioniert, die Bluse wird hoffentlich besser.

Frühlingskleid(ung) Sew Along #2

Ja, ich weiß, ich bin dem Zeitplan schon weit voraus und mit dem Kleid schon ziemlich weit, aber ich habe ja auch noch eine Bluse und eine Hose auf meinem Zettel stehen.

Das ist das Kleid 101 aus der Burda 2/2014, und bis es an den Taschenbeutel ging, war auch alles klar. Schon bei den Schnittteilen ist mir das mit dem angeschnittenen Taschenbeutel aufgefallen, aber da dachte ich noch, das gehört vielleicht zu einem anderen Modell. Es musste auch kein Taschenbeutel aus Futterrest zugeschnitten werden, und überhaupt: Wo soll denn das Kleid noch Taschen haben?

Bevor ich lange überlege, nähe ich das Oberteil, versäuberte alles mit der Ovi, und ging danach an den Rock. Schon wieder tauchte der Taschenbeutel auf - und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wo der sein sollte?! Irgendwann dämmerte es mir, dass die Tasche direkt vor dem Bauch eingebaut ist, und wohl so wie ein Muff funktioniert: Eine Hand links rein, die andere rechts, und beide können sich in der Mitte dann Guten Tag sagen. Raffiniert! Allerdings ein bisschen unpraktisch - so direkt vorm Bauch.

 
Auf dem Foto nicht so gut zu erkennen, deswegen hier auf der technischen Zeichnung nochmal markiert. Der Tascheneingriff ist natürlich von beiden Seiten.

Aber wer weiß, vielleicht ist es auch nicht so gedacht. Die Erklärung lässt etwas zu wünschen übrig. Auch auf den Schnittteilen ist keine Markierung zu sehen (z. B. die untere Naht vom Taschenbeutel, die wäre toll gewesen).

Als nächstes kommt noch der Beleg am Halsausschnitt und der RV dran, dann will ich mit der Hose anfangen. Stoff dafür habe ich in meiner großen Not bestellt. Mache ich eigentlich nicht so gerne, aber bei Alfatex habe ich nichts passendes gefunden, und die Eröffnung des Stoffgeschäftes in Dortmund, wo ich schon sooo lange drauf warte, verschiebt sich bis Ende März.

Das 2. Treffen für den FKSA findet heute bei Anke von Mizoal statt. Letzte Woche standen ja bei den anderen Ladys einige Entscheidungen an - ob das heute alles geklärt ist?

CreaDienstag am 11.03.2014


Nachdem ich das letzte Wochenende - ja, richtig, das schöne, schöne Frühlingswochenende - hinter der Maschine zugebracht habe, weil ich einen richtig schönen Lauf hatte und an diesen zwei Tagen einen großen Schritt weitergekommen bin, ist mir gestern die Luft ausgegangen.

Ich nähe gerade das Kleid 119 aus der Burda 8/2011

 
und jetzt steht der Ausschnitt auf dem Plan. Dieser soll mit dem Beleg verstürzt werden. Vom Prinzip her weiß ich inzwischen, wie das geht - es ist wirklich keine große Sache - aber bei diesem Ausschnitt wollte der Beleg nicht so wirklich passen. Zuerst hatte ich das Gefühl, dass ich etwas falsch gemacht habe, aber die Falten am Ausschnitt hatte ich ordnungsgemäß gelegt, bei den Schnittteilen fiel mir auch nichts ins Auge, was nicht richtig sein könnte - wo war also mein Fehler?

Nachdem ich hin- und herprobiert und letztendlich keine Lösung gefunden hatte, habe ich den Ausschnitt Ausschnitt sein lassen. So was macht mich nur nervös, ich werde zittrig und extrem ungeduldig.

Manchmal hilft es mir, wenn ich einfach eine Nacht drüber schlafe. Was ich auch gemacht habe. Der Kopf ist wieder frei, also ran an den Speck. Und siehe da: Geht doch!

 

Es war ein bisschen tricky, alle Nahtzugaben in den Ecken so zu legen, dass sie nicht auf einmal auf der rechten Seite zu sehen waren, und ich musste jede Ecke zweimal nähen, aber es waren nur kleine Strecken, die ich trennen und neu nähen musste. Nachdem dann alles ordentlich verstaut und vernäht war, musste der Beleg in den Ecken eingeschnitten werden. Das mache ich gar nicht gerne, wenn ich mir nicht sicher bin. Aber ohne Einschneiden geht es nicht, also....

Danach habe ich den Beleg nach innen gelegt und - Katastrophe! Diese Nahtzugaben..... Schon wieder waren sie im Weg und klemmten. Irgendwo war da immer noch der Wurm drin! 
Also: Kurz durchatmen, zur Schere greifen und die falsch festgenähten Nahtzugaben einschneiden. Danach konnte ich den Beleg schön um die Spitze legen.

Worauf ich achte, ist das Festnähen der Nahtzugaben an den Beleg. Das hilft wirklich dabei, dass alles dort bleibt, wo es sein soll, und es ist ja auch keine große Arbeit. Ich verstelle die Nadelposition ein ganz klein wenig auf die Nahtzugaben, und die Füßenmitte lasse ich auf der Naht entlanglaufen.

Und wenn dann alles rumgeklappt ist, sieht das ganze dann so aus:


 
Ich weiß noch nicht, ob ich den Ausschnitt so lasse, oder ob ich mich auf die Suche nach der Naht begebe, die so Spannung erzeugt, dass sich die Ecken hinstellen. Das soll so eigentlich nicht sein!

Als nächstes kümmere ich mich mal um mein 1. Kleid für den Frühlingskleid(ung) Sew Along, der zur Zeit bei Cutiecakeswelt und Mizoal läuft - schon gesehen? Am kommenden Sonntag steht das nächste Treffen an, bis dahin muss ich noch ein bisschen was tun.

Aber jetzt gucke ich erstmal beim Creadienstag vorbei.

Frühlingskleid(ung) Sew Along #1

Heute - wie gemacht für _dieses_ Wetterchen - geht der FKSA los, gehostet bei Cutiecakeswelt und Mizoal. Ich freue mich! Meine Pläne hatte ich hier schonmal angedeutet, inzwischen hat sich das alles etwas konkretisiert. Und ich tendiere ganz stark vom Kleid zur Kleidung.

Ich werde auf alle Fälle dieses Kleid aus der Burda 2/2014 nähen

 

und zwar mit diesem Stoff:

 

Wenn das alles geklappt hat, dann steht hier immer noch diese Bluse auf dem Programm:



Obwohl ich schon beim Abpausen des Schnittes das Gefühl hatte, dass diese Bluse eine Nummer zu groß für mich ist (also, jetzt nicht von der Größe, sondern vom Schwierigkeitsgrad her), will ich zumindest einen Versuch starten. Der ursprünglich dafür vorgesehene Stoff reicht leider nicht ganz aus, mir fehlen etwa 15 cm. Da kann ich noch so viel schieben und selbst, wenn ich den Kragen und die Bindebänder aus einem anderen Stoff mache, komme ich nicht hin. Mal sehen, ob mir da noch ein schöner Alternativstoff über den Weg läuft. Zu dieser Bluse könnte ich mir gut eine Hose aus Stretch vorstellen, so wie diese aus der aktuellen Simplicity (Meine Nähmode 2/2014)

Mit Hosen hatte ich bisher noch keine guten Erfahrungen gemacht, aber davon lasse ich mich ja nicht unterkriegen. Ich zähle einfach die missglückten Teile nicht mehr. Irgendwann wird es schon klappen, warum nicht mit dieser Hose?

Aber ich fange erstmal langsam an. Das Kleid wird auf alle Fälle genäht, und dann sehen wir weiter.

Mehr Pläne für den FKSA gibt es heute bei Cutiecakeswelt

Me Made Mittwoch am 05.03.2014

.... und schon ist März. Zack. Der Frühling naht in großen Schritten. Überall blüht es schon, und bei der Mittags-Gassirunde gestern hatte ich schon so ein bisschen den Frühlingsduft in der Nase.

Temperaturmäßig sind wir noch weit von dem entfernt, was ich gerne hätte, aber zumindest die dicke Winterjacke kann tagsüber zu Hause bleiben. Mein ständiger Begleiter inzwischen ist die Ottobre-Jacke Vibrant Saffron, die ich als Januar-Inspriation genäht habe:


Die Jacke ist mit Steppstoff gefüttert (die Fütterung habe ich hier schon gezeigt) und bei Temperaturen um die 10 Grad rum reicht das auch aus.

Alle Ziernähte habe ich weiß abgesteppt, was zwar nicht immer schnurgerade geworden, aber nicht weiter schlimm ist.

Ich mag die Jacke, sie passt mir gut und ich fühle mich damit richtig wohl.

Wenn mir so ein Projekt gelungen ist, dann bin ich immer total euphorisch, habe das Gefühl, jetzt könne ich ALLES nähen, was mir unter die Maschine kommt. Geht Euch das auch so?

Als nächstes steht hier einiges an: Der Frühlingskleid(ung) Sew Along, die März-Inspiration und zur Zeit nähe ich mit einem leichten und hellen Stöffchen eine Bluse. Die dunklen Klamotten bin ich langsam leid, es wird Zeit, dass auch der Frühling im Kleiderschrank Einzug hält!

Mehr Selbstgenähtes gibt es auf dem Me Made Mittwoch-Blog - heute angeführt von Julia in einem wirklich schönen Bildstörungs-Jerseykleid.