Ein eventuelles TfT und endlich ein HGO!

Bald steht das zweite Treffen für die Oberteile an, und dafür habe ich mir diesen Schnitt aus der März-Burda 2015 rausgesucht:



So ganz bin ich leider nicht davon übezeugt, und auch mein größter Kritiker fand, dass Schnitt und Stoff nicht sooo gut harmonieren.


Viel ist nicht mehr zu machen, nur noch säumen und den (megaweiten) Ausschnitt ordentlich nähen. Mal sehen, wie sich das Shirt dann macht.

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Themawechsel.
Anfang März sind wir auf einer Hochzeit eingeladen. Langelangelange habe ich überlegt, welches Kleid ich mir für diesen Anlass nähen könnte. Als ich mich dann endlich festlegen wollte, fiel mir die Stoffwahl so schwer, dass ich richtig erleichtert war, als mir dieser Schnitt als Alternative ins Auge fiel:


Hierfür habe ich auch ziemlich schnell einen schönen Stoff gefunden - einschl. Futter und Paspelband.


Das einzige Problem ist, dass der Schnitt für Kurzgrößen ist. Aber mit dieser Anpassung habe ich ja schon erfolgreich mein Weihnachtskleid 2013 angepasst, also warum nicht auch dieses Kleid?
Die Schnittteile sind schnell abgenommen - es sind nicht allzu viele, und vor allen Dingen haben sie eine angenehme Größe. Als Referenz für die Änderung habe ich den Schnitt vom WKSA 2013 genommen, die Teile übereinander gelegt und die Linien eingezeichnet, wo die Anpassung vorgenommen wird.


Ich bin recht zuversichtlich, dass das alles hinkommt, aber ich werde trotzdem ein schnelles Probeteil nähen. Sicher ist sicher!

1. Kleid aus der deutschen Knip

Es gibt Dinge beim Nähen, die schiebe ich vor mir her, wie lästige Arbeiten im Haushalt. Ich schiebe und schiebe und schiebe, bis ich mich irgendwann doch aufraffe und ans Werk gehe. Wenn ich dann fertig bin, stelle ich fest, dass es doch gar nicht schlimm war :-)

So ging es mir mit dem Kleid aus der "Fashion Style", bei dem ich nicht mehr weiterwusste, als es um den Tunnel für den Gummizug ging. Immer wieder habe ich mir die drei Teile (Oberteil, Rock und Streifen für den Tunnel) genommen, und ausprobiert, wie ich das am geschicktesten verbinden könnte. Letztendlich habe ich ein bisschen improvisiert, und eine ganz gute Lösung gefunden. So konnte ich das Kleid endlich fertig stellen.


Der Look gefällt mir sehr gut. Das Einzige, was mich ein bisschen stört, ist der weite Ausschnitt. Eigentlich sollte er mit einem Beleg versäubert werden, aber ich habe dann doch einen Schrägstreifen genommen. Erschien mir für den dünnen Jersey die bessere Lösung, muss ich aber dringend weiterhin üben.


Ich habe alle Nähte mit der Ovi genäht. Für den Rocksaum habe ich auch endlich mal meine Coverlock neu eingefädelt. Die eigentliche Nähmaschine kam nur beim Ärmelsaum (ich war zu faul, die Cover wieder in weiß umzufädeln) und beim Ausschnitt zum Einsatz.

Alles in allem ein schnelles Projekt (wenn man sich nicht so beim Tunnelzug drückt), und wenn ich nochmal passende Stoffe habe, bestimmt eine Wiederholung wert.

Weil das alles so schön geklappt hat, habe ich mich gleich ans nächste Projekt rangewagt.


Dieses Schnittmuster ist auch aus einer niederländischen Zeitschrift, hat also auch andere Maße als meine altvertraute Burda. Um auf Nummer Sicher zu gehen, habe ich erstmal eine Probe von diesem Kleid gemacht. Ist die Taille da, wo sie hinsoll? Ja! Ist das Kleid vielleicht zu lang? Nein! Alles gut. Nur der Rücken.... der ist acht Zentimeter zu breit. Aber das sollte ich ja hinkriegen.

Für dieses Kleid hatte ich diesen Stoff in Aussicht:


Aber je länger ich mir das alles angesehen habe, desto weniger war ich von meiner Wahl überzeugt. Mittlerweile hat sich das sowieso erledigt, weil mir vom Stoff schlichtweg 30 cm fehlen. Ich denke, ich werde ein Oberteil aus dem Strickjersey machen. Und für das Kleid... mal sehen, was mir da noch über den Weg läuft.

"Fashion Style"

Ende Januar tauchte die deutsche Ausgabe der Knip in den Läden auf. Da ich sehr neugierig bin, habe ich mich direkt auf den Weg gemacht und auch eine Ausgabe ergattern können.



Es sind wirklich ein paar schöne Schnitte drin, die ich ausprobieren möchte, aber ich befürchte, dass erstmal ein paar Probemodelle nötig werden. Die Maße der Knip weichen natürlich von den Burda-Maßen ab; schon die Ausgangsgröße von 1,72 m hat vier Zentimeter mehr, als ich vorweisen kann.

Maßtabelle Knip

Maßtabelle Burda

Ich passe in Burda ziemlich gut rein, und ehrlich gesagt finde ich das Anpassen ziemlich nervig; deswegen habe ich mich erstmal für einen Schnitt entschieden, bei dem das Anpassen nicht ganz so wichtig ist.


Mich reizt an diesem Schnitt, dass er auf der einen Seite recht einfach ist, und auf der anderen Seite sehr vielfältig und wandelbar sein kann, denn Ober- und Unterteil werden aus zwei verschiedenen Stoffen genäht. 

So soll meine Variante aussehen:


Oben heller Jersey, unten dunkler Stoff (Reste von dem Rock hier). Der Jersey ist recht dünn, hat aber eine schöne Struktur:


Beide Teile sind noch nicht miteinander vernäht, ich habe das Unterteil mit einem Gürtel festgebunden. So ganz bin ich nämlich noch nicht damit einverstanden, wie dieser Tunnel für den Gummi genäht werden und das Oberteil mit dem Rock verbunden werden soll. Allerdings muss ich mich da jetzt echt ranhalten. Ich hatte gestern die neue Burda im Briefkasten, und da locken mich schon wieder ein paar schöne Kleider.....

Verlinkt beim CreaDienstag

From Zero to Hero

Vielen lieben Dank für all Eure hilfreichen Kommentare und Links zu meinem gestrigen Post. Ich werde wohl tatsächlich noch Zeit und Geduld investieren müssen, bis ich ein Gefühl dafür habe, wie ein Halsbündchen / Einfassstreifen richtig angenäht wird.

Aber das Nähen ist ein immerwährender Lernprozess - nicht nur, was die Techniken angeht. Man muss auch lernen, mal über seinen Schatten zu springen, um den eigenen Horizont und Ansichtweisen erweitern zu können.

Der Rock, den ich heute trage, ist dafür ein Paradebeispiel. Aber ich fange mal vorne an.

Als ich beim ersten Durchblättern der Burda-Januar-Ausgabe den Rock Nr. 109 gesehen habe, dachte ich: "Bäh! Was ist das denn für ein Fummel?!" Selbst die technische Zeichnung, die so manche Kleidungsstücke wieder ins rechte Licht rücken kann, machte es nicht besser. Ganz im Gegenteil. Somit war der Rock für mich sofort unten durch, und ich wusste: Das Ding kommt mir nicht in den Schrank. Und zwar never ever.



Tja, so kann man sich täuschen.
Inzwischen habe ich von diesem Rock zwei tolle Varianten gesehen (hier und hier), und ich merkte, wie sich meine Abneigung gegen diesen Schnitt minderte. Und so habe ich mich am Sonntag ans Werk gemacht, um zu sehen, ob dieser Rock vielleicht doch mit mir warm werden könnte.



Zugeschnitten war der Rock sehr schnell. Ich habe ihn nur in der Taille eine Nummer kleiner gemacht und ihn gesäumt, weil mein Stoff doch eher von der franselnden Sorte ist.

Schon während des Nähens merkte ich: Der Rock wird super werden. Die seitlichen Stoffteile / Volants /nenneswiedueswillst täuschen Volumen vor, tragen aber nicht auf, so wie es zum Beispiel Blasebalgtaschen machen. Es passt einfach ins Gesamtbild.


Inzwischen bin ich wirklich _sehr_ in meinen neuen Rock verliebt. Das einzige, was ich beim nächsten Mal anders machen werde, ist der Bund. Ich denke, mit einem Formbund könnte ich ein noch besseres und bequemeres Ergebnis erzielen.

Mehr selbstgenähtes gibt es wie immer auf dem MeMadeMittwoch-Blog.

Oberteilschwäche #1


Bei Constance gibt es eine tolle Aktion: Die 12 Top Challenge. Jeden Monat soll ein Oberteil fertiggestellt werden. Dabei ist es wurscht, ob es ein T-Shirt, eine Bluse, eine Tunika oder sonstwas ist. Eine tolle Idee, und sie kommt mir gerade recht.




Mein erstes Oberteil ist mein T(est)-Shirt. Hier ist sehr gut einer der Gründe zu sehen, warum ich mir T-Shirts lieber kaufe: Der Ausschnitt labbert. Nicht besonders schlimm (ich hatte schon extremere Labber-Kandidaten produziert), aber immerhin. Das muss ich unbedingt in den Griff bekommen, denn T-Shirts gehören zu meinen absoluten Lieblingen.



Ob ich das Shirt im Alltag tragen kann? Eher nicht. Der Stoff (Romanit-Jersey) ist zu steif, zu fest und er sperrt ziemlich. Obwohl der Schnitt (die 127 aus Burda 2/2013) toll ist, und ich ihm noch eine 2. Chance mit "normalen" Jersey geben würde, nachdem ich den Rücken noch ein bisschen kürzer gemacht habe.


Ich habe mir aber auch vorgenommen, ein paar Blusen zu nähen. Die paar Exemplare, die ich im Schrank habe, kann ich an einer Hand abzählen. Ich habe sogar schon einen Schnitt in Aussicht. Ob ich es bis Ende Februar schaffe, ihn umzusetzen?

Aber jetzt schlüpfe ich erstmal zu den anderen Oberteilen. Vielleicht finde ich da auch schon ein paar Inspirationsquellen?