MeMadeMittwoch am 24.06.2015

Hosen nähen ist ja nicht gerade meine Stärke. Das mit dem Anpassen muss ich noch ein bisschen üben, aber ich glaube fest daran, dass ich eines Tages eine gut sitzende Hose nähen werde.

In der aktuellen Burda (07/2015) ist ein Overall drin (Schnitt Nr. 123), den ich unbedingt haben musste. Und ein bisschen Hose ist da ja auch mit dabei. :-)

Beim Lesen der Anleitung war ich etwas verwundert über die drei Punkte - aber schnell wurde klar, dass das Schwierige an der Hose die Träger sind.


Sie sehen nicht so aus, aber es kostete mich ein paar Gehirnwindungen, bis alles so war, wie es sein sollte.

Mit dem Ergebnis der Hose bin ich so semi-zufrieden.Sie fällt doch recht groß aus.



Was mir widerum sehr gut gefällt, ist die lässige Trageweise, nämlich unterhalb der Taille. Ich habe anstatt dem Bindeband einen Gummi eingezogen, und auch keine Schleife vorne gemacht, sondern einen Knopf eingebaut.


Als die Hose fertig war, stand ich lange, lange vor dem Spiegel, und habe mich betrachtet. Ich musste mich wirklich daran gewöhnen!


Der einzige Fehler bei dieser ganzen Sache ist leider nach wie vor der fehlende Sommer. Ich will ja wirklich nicht jammern, aber.... Ich leide sehr.

So, und jetzt schnell rüber zum MeMadeMittwoch, wo uns Lucy mit einem wirklich sehr schönen Modell aus der Fashion Style begrüßt.

MeMadeMittwoch am 17.06.2015

Nachdem ich mit Kleidern in letzter Zeit nicht so viel Erfolg hatte, setzte ich all meine Hoffnungen in den Schnitt 127 aus der Burda 3/2015. Irgendwann muss es doch mal wieder klappen!


Zuerst dachte ich, dass auch dieses Kleid nichts wird, weil der Rücken recht lang erschien und die hintere Passe wie ein Entenhintern abstand. Nachdem ich die Nahtzugabe gekürzt und eingeschnitten hatte, legte sich die Passe aber dann doch noch so, wie sie sollte. Juhu!


Auch sonst bin ich mit dem Kleid sehr zufrieden. Den burda-typisch-tiefen Ausschnitt habe ich mit einer KamSnap entschärft. Hier verrutscht nix mehr!


Die einzige Änderung, die ich vorgenommen habe, ist die Länge.
Kleid A war mir deutlich zu kurz, Kleid B zu lang. Ich hab mir so ne Zwischenlänge zurechtgeschnitten, die das ganze nicht langweilig aussehen lässt und das Kleid auch bürotauglich macht.



Der Stoff ist ein Viskose-Crêpe-Gemisch - würde ich mal behaupten; sicher bin ich mir nicht. Etwas unhandlich, rutschte ein bisschen beim Markieren und Zuschneiden, aber alles halb so wild. Schnitt und Stoffmuster verzeihen ein paar Unebenheiten.

Was ich jetzt noch brauche, sind endlich sommertaugliche Temperaturen. Und ihr so?
Bei Katharina auf dem MeMeMittwoch-Blog sieht es schonmal sehr nach Sommer aus!

King of the Grill

Seit einer gefühlten Ewigkeit bin ich mal wieder beim CreaDienstag dabei.


Ende Juni sind wir zum Grillen eingeladen. Das ist doch die Gelegenheit, endlich mal das King-of-the-Grill Stickmuster auszuprobieren.


Ich habe mir eine einfache weiße Schürze besorgt, das ganze mit auswaschbarem Vlies in den großen Rahmen eingespannt, und losgestickt.

Mit den Farben tue ich mich immer ein bisschen schwer. Meistens habe ich die Original-Farben nicht, und dann muss ich improvisieren, wovon ich am Ende meistens enttäuscht bin. Weil ich es halt gerne so hätte, wie im Original.


Bei großen Stickmustern - gerade wenn es für andere ist - passiert eigentlich immer ein Unglück. Natürlich auch bei diesem. Einmal hat sich die Maschine festgestickt, und eine Nadel ist auch abgebrochen. Warum das immer passiert.....?


Trotzdem konnte ich das Muster zu Ende sticken, und wo die Unfälle waren, sieht keiner mehr.

Ich finde, das Muster wirkt auf der Schürze etwas verloren, und gerne würde ich noch etwas dazusticken, aber die Schürze ist für einen Mann, und ich befürchte, jedes weitere Muster wäre da zu viel. Ich weiß ja, dass Männer _sehr_ skeptisch gegenüber dieser Leidenschaft sind. ;-)


Ich hoffe, der Beschenkte wird sich über dieses Unikat freuen!

Stickmuster von hier
Schürze von da

Gerade nochmal gerettet

Das Sofa hat im Moment eine viel größere Anziehungskraft auf mich, als mein Nähzimmer. Das liegt daran, weil ich gerade nur noch Murks produziere.

Irgendwie ist der Wurm drin. Angefangen hat es mit dem Kleid aus der Fashion Style. Eigentlich ein einfaches Jerseykleid, ohne irgendwelche Schwierigkeiten. Schnell zugeschnitten, schnell genäht. Sieht an mir nur extrem doof aus. Schlabberig, weit, nachthemdmäßig. Unmöchlich halt.

 

Als ich mit dem Nähen anfing, habe ich alles, was nichts wurde, sofort entsorgt. Säckeweise trug ich den teuer gekauften Stoff wieder aus dem Haus.
Inzwischen habe ich mir eine UFO-Kiste angelegt. Manchmal läuft es mit dem missglückten Teil besser, wenn man ein bisschen Abstand dazu hat.

Also habe ich nach einiger Zeit das Jersey-Nachthemd wieder rausgefischt und den Rock vom Oberteil abgeschnitten, die Saumkante versäubert und Tadaa - jetzt habe ich zumindest mal einen tragbaren Rock. Zwar ohne jegliche Raffinesse, ohne Taschen oder sonstigen Schnickschnack, aber der Stoff ist nicht in der Tonne gelandet.



Das Oberteil wollte ich auch nicht sterben lassen. Es kann ja nichts dafür, dass es so weit ist. ;-)
Zum Glück hatte ich noch genügend Stoff da, so dass ich einfach ein breites Bündchen an das Shirt genäht habe, und jetzt kann ich es auch tragen.

(Die weiblichen Gast-Hunde finde das Fotografieren immer ganz spannend.)


Manche Dinge wollen offensichtlich nicht zusammengenäht werden. Und manchmal braucht man ein kleines Erfolgserlebnis, um sich wieder aufraffen zu können.

Mehr selbstgenähte Kleidung und jede Menge Inspirationen gibt es wie immer beim MeMadeMittwoch, heute angeführt von Karin im totschicken Waxprint-Kleid.