Wie geht es eigentlich weiter mit den Hosen?

Ich habe lange nichts mehr darüber geschrieben, weil ich das Thema einfach mal auf Eis gelegt habe. Mit schwerem Herzen, wie ich zugeben muss, denn Hosen sind für mich im Alltag einfach das praktischste Kleidungsstück überhaupt. Umso mehr ärgere ich mich, dass ich mir Hosen nicht selber nähen kann.

Natürlich kann ich mich Stück für Stück herantasten, mir mühevoll aus Internet und Büchern Anleitungen, Tipps und Tricks raussuchen, immer wieder Probehosen nähen, korrigieren, und von vorne anfangen, aber dazu habe ich weder Lust noch Geduld.

Vor einer gefühlten Ewigkeit habe ich mal etwas von einem Hosennähkurs bei Makerist erwähnt, und mich dort als Frühbucher eingetragen. Es hat wirklich sehr lange gedauert, aber jetzt ist er endlich draußen: Passformprobleme erkennen und beheben. (Und ich bin echt froh, Frühbucher gewesen zu sein, und 50 % Rabatt bekommen habe.)

Ganz habe ich ich ihn mir noch nicht angesehen, sondern nur die einzelnen Episoden mal kurz angeklickt. Die meisten Passformprobleme sind bei mir schon aufgetreten. Das Katzengesicht, die Falten unter dem Po, der abstehende Bund - alles alte Bekannte.  Es wird erklärt, woher sie kommen, und wie sie wieder gehen.

Inzwischen habe ich ja schon ein bisschen Erfahrung sammeln können, was das Korrigieren bei Schnittmustern angeht, weshalb der Kurs für mich streckenweise ein bisschen langatmig ist. Es wird in aller Ausführlichkeit erklärt und gezeigt, und manchmal denke ich: "So, komm, ich spul jetzt vor", aber auf der anderen Seite hat man am Ende die Gewissheit, dass man es nicht nur kapiert, sondern auch verstanden hat.

Und ganz ehrlich: Ich investiere lieber Zeit ins Zuhören und Angucken, als Geld in Stoffe, die ich am Ende wieder wegwerfe.

Apropos Stoff: Ich brauche dringend ein bisschen Stoff für eine Probehose....;-)


Weihnachtskleid Sew Along 2015, Teil 2

Heute ist das 2. Treffen des großen WKSA2015 auf dem Me Made Mittwoch Blog.

Beim letzten Mal habe ich meine Kleiderschnitte vorgestellt, auch die Alternative von Rock und Bluse in Betracht gezogen, und war eigentlich noch recht unschlüssig. Zwischenzeitlich glaubte ich, den richtigen Schnitt gefunden zu haben, und bestellte Stoff. Was natürlich prompt nach hinten losging. Den Stoff hatte ich mir ganz anders vorgestellt, und für den vorgesehen Schnitt ist er schlichtweg ungeeignet. Also ging ich zu Plan B über.

Die Wahl zum Weihnachtskleid 2015 hat gewonnen.........
*trommelwirbel*

Schnitt Nr. 116 aus Burda 9/2015

Stoff für den Schnitt hatte ich nämlich noch da; den Rest vom Rock Nr. 6 aus der FashionStyle 9/2015. Okay, es ist am Ärmelsaum sehr knapp, aber es reicht. Irgendwie bekomme ich das schon hin. Auf alle Fälle ist die Stoff-Schnitt-Kombination durchaus auch mal an einem anderen Tag tragbar. Zum Beispiel zum 90. Geburtstag von meinem Opa im kommenden Februar.

Jetzt isses aber so, dass der Schnitt keine größeren Schwierigkeiten aufweist, und ich nicht weiß, wie ich die den Nähprozess über die kommenden Termine irgendwie interessant gestalten könnte. Zumal ich gestern im Nähkurs schon ziemlich viel geschafft habe....


Die Passform ist perfekt. Und zwar völlig überraschend. Ich hatte der Kursleiterin von den Problemen mit meinem Rücken erzählt. Irgendwie beult sich sehr oft der Stoff von Kleidern in meinem Kreuz, und auch bei diesem Schnitt hatte ich große Bedenken. Die Kursleiterin nahm bei mir Maß und kam schnell zum Entschluss, dass mein Rücken zu lang ist, die Schnittteile (gem. Maßtabelle Burda) zu kurz, und das sorgt dann dafür, dass der Stoff im Kreuz staucht. Klingt logisch.

Ich habe den Oberstoff vom Kleid genäht, den Reißverschluss eingesetzt und dann das Kleid anprobiert. Voller Erwartung trat ich dann unter den kritischen Blick der Kursleiterin - und sie war sehr zufrieden. Der Rücken passte perfekt. Die einzige Korrektur, die sie vorgeschlagen hat, war den Hüftbogen etwas weiter nach unten zu verlegen.

Total happy, dass der Schnitt so gut passte und ich mal nicht umsonst zugeschnitten und Stoff vergeudet hatte, zog ich meinen Pulli aus der Tasche. Wusste sie Rat? Warum dieses doofe Bündchen abstand? Ja, natürlich! Ich wäre da nie drauf gekommen, und bei Gelegenheit gibt es hierzu auch mehr, aber jetzt wieder zurück zu meinem Kleid.

Wie schon gesagt, ich weiß nicht, was ich Euch die nächsten Wochen großartig berichten soll. Deswegen habe ich kurzerhand beschlossen, noch einen Rock zu nähen. Der bestellte Stoff, der für ein Kleid denkbar ungeeignet ist, ist nämlich für einen Rock gar nicht schlecht!

 Schnitt Nr. 115 aus Burda 09/2015


 Der Stoff ist eigentlich dunkelgrün, aber wie das halt immer so ist, die richtige Farbe einzufangen...


Also, den Schnitt wird es auch noch geben, und mit einer weißen Bluse definitiv ein weiteres Outfit für den 1. Weihnachtsfeiertag. Die Bluse wird allerdings wohl keine selbstgenähte sein, denn das wäre dann definitiv ein bisschen zu viel des Guten (außer, ich nähe die verschlusslose Bluse, die so gut zu dem Rock.... nein).

Mehr entscheidungsfreudige Damen gibt es auf dem Me Made Mittwoch Blog.

Gestrickdingst

Ich kann nicht stricken. Gelegentlich jammere ich mal bei der ein oder anderen in den Kommentaren, wenn eine selbstgestrickte Jacke oder ein unglaublich toller Pulli gezeigt wird.

Ich würde wirklich was drum geben, aber stricken ist nicht meins. Ich habe vor allen Dingen keine Geduld, es zu lernen. Mit Grauen erinnere ich mich an die Zeit in der Schule, als wir alle einen Schal stricken sollten. Das Ding sah am Ende aus wie ein Pilz.
(In der 4. Klasse sollten wir einen Teddy stricken, ich weiß es noch genau. Ich glaube, das war meine erste 5.)

Vor zwei, drei Jahren dachte ich mir: "Es kann doch einfach nicht sein, dass Du nicht stricken kannst."
Ich bestellte mir ein Buch, borgte mir Nadeln, kaufte Wolle - und scheiterte. Es macht mich so wütend, weil es einfach nicht perfekt ist. Weil meine Strickarbeit nach kürzester Zeit unregelmäßig wird. Für sowas bin ich nicht gemacht. Also habe ich die Sachen wieder bei Seite gelegt und lieber Dinge genäht. Das geht einfach schneller.

In Ruhe lässt mich das Thema trotzdem nicht. Zumal ich gestricke Dinge einfach liebe. Zum Beispiel Socken. Selbstgestricke Socken in Gummistiefel - was besseres gibt es nicht. Und so schwer kann es doch nicht sein, hergottnochmal. Außerdem gibt es doch dieses Strickding. Womit sich strickunfähige wie ich auch mal Socken herstellen können.


So sieht das aus. Funktioniert wie eine Strickliesel.
Nur leider kann ich selbst damit keine Socken stricken, weil ich auch hier nach kurzer Zeit so fest die Wolle um Zacken wickle, dass ich nicht mehr weiterkomme.

Das Ding liegt im Schrank. Leider, leider.

Vor ein paar Monaten gab es beim Kaffeeanbieter wieder so ein ähnliches Teil. Größer. Bunter. Und es versprach, man könne damit Mützen stricken. Und zwar ganz einfach. (Haha)

Ich bin lange um diese Plastikringe rumgeschlichen - ich rede hier von etwa zwei Tagen -, aber dann konnte ich nicht widerstehen und habe sie mitgenommen.


Sie funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie das Strickding. Die Wolle wird um die Zähnchen gewickelt, und dann wird die unterste Masche über die darüberliegende gehoben, und so weiter und so fort. Ich habe mir Wolle gekauft und im Urlaub habe ich mich dann tatsächlich an die Mission Mütze gewagt. Und was soll ich sagen? Tadaa:


Es hat geklappt. Die Mütze passt und die Wolle ist herrlich weich. Eigentlich wolle ich oben noch einen Bommel draufsetzen, wollte dann aber mein Glück nicht herausfordern und habe die Fadenenden einfach nur nach innen gezogen und verknotet.


Ich bin ganz happy, dass ich mir endlich meine Mützen selber machen kann. Auch, wenn ich dazu große, bunte Hilfsmitteln brauche, aber das ist mir wurscht.

Da ich noch genügend Wolle übrig habe, kann ich mir noch einen passenden Schal stricken. Hach, Wolle und ich, wir werden doch noch Freunde.

Verlinkt bei RUMS

Weihnachtskleid Sew Along 2015

Endlich geht es wieder los - das gemeinschaftliche Nähen der Weihnachtskleider.


Dieses Jahr bin ich das 3. Mal mit dabei, und die Erfahren aus den letzten beiden Malen haben mich folgendes gelehrt:

1. Nähe keinen gänzenden Stoff. Nähe kein Kleid aus rotem, glänzenden Stoff, so wie 2013.

Der Schnitt war echt toll, das Probekleid passte wie angegossen, aber dann habe ich alles falsch gemacht - vor allen Dingen den falschen Stoff gewählt. Das Kleid existiert mittlerweile schon nicht mehr. Leider einer meiner größten Fehltritte.

2. Nähe kein Kleid, welches Du nur einmal im Jahr tragen kannst, so wie 2014.

Das Jahr darauf habe ich es besser gemacht und einen Stoff gewählt, der mich nicht wie ein Bonbon aussehen lässt. Toller Schnitt, tolles Kleid - ich war happy. Aber bis jetzt hatte ich noch keine Gelegenheit, dieses Kleid nochmal zu tragen. Schade eigentlich.

Jetzt zerbreche ich mir also schon seit geraumer Zeit meinen Kopf, was ich mir dieses Jahr nähen werde. Und ich verzweifele fast dabei. Es sind so viele Schnitte, die mich reizen, aber überzeugt hat mich noch keiner.

Fangen wir mal an.
Schnitt Nr. 1. Mein absoluter Favorit, aber ganz klar ein One-Evening-Dress.

 

Schnitt Nr. 2. Schon besser, aber hier ist es schwierig mit der Stoffwahl. Entweder stolpere ich über den passenden Stoff, oder ich suche mir einen Wolf.


Schnitt Nr. 3. Sehr offenherzig, kurze Ärmel - nur mit einer Bluse o. ä. darunter am Heiligen Abend tragbar. Aber durchaus aus Schnitt mit ganz großem Potential.

 

Schnitt Nr. 4. Sehr schick, evtl. auch öfter tragbar. Könnte ich mir gut mit einem hellen Wollstoff vorstellen.


 

Last but not least: Schnitt Nr. 5. Sollte eigentlich mal das HGO werden, aber dann bin ich an der Stoffwahl gescheitert. Ich finde das Kleid super, ist aber auch eher ein Schnitt, den ich mit Sicherheit nicht einfach mal so zwischendrin tragen werde.



 

Je länger ich darüber nachdenke, desto schwieriger wird es für mich. Am besten, ich nähe alle Kleider. :)


Was für mich auch durchaus eine Alternative wäre, sind Bluse und Rock. Hierbei wäre die Chance am Größten, dass ich beide Teile getrennt voneinander auch öfter anziehen könnte.

Um mein gedankliches Chaos komplett zu machen, gucke ich mal auf dem MeMadeMittwoch-Blog, was die anderen Damen alle so in Planung haben. 

Noch so ne Zufalls-Geschichte

Wenn wir schon beim Thema sind: Nicht nur beim Nähen stoße ich hin und wieder an meine Grenzen.

Ich koche und backe eigentlich ganz gerne, auch wenn ich es nicht kann, und für alles ein Rezept brauche. Trotzdem erscheint mir nichts zu schwer und ich probiere einfach alles aus. Und ja, ich habe seit kurzem auch einen Thermomix, was mich natürlich noch viel mehr dazu anspornt, einfach mal zu machen.

Was mit diesem Teil richtig gut funktioniert, ist das Kneten von Teigen. Ich hätte es echt nicht gedacht, aber es ist in der Tat so.

Bei mir steht schon ganz lange auf der Dasmacheichalsnächstes-Liste das Backen von Brot ganz oben. Ist ja auch kein Hexenwerk und hier auch schonmal mit Erfolg praktiziert.

Seit der R2D2 in meiner Küche Einzug gehalten hat, wird natürlich auch Brot gebacken. Ich weiß, dass meine Anfangs-Rezepte nicht der Kracher sind, und das "Brot backen" nicht gleich "Brot backen" ist. Hauptsache ist aber, dass es schmeckt, was am Ende dabei rauskommt.

Mein letztes Brot ging allerdings gründlich daneben. Ich möchte gar nicht das Wort "Brot" mit diesem Ding in Verbindung bringen, was ich da aus dem Ofen geholt habe. Aber mein Mann ist tapfer, und schmiert sich jeden Morgen sein Bütterken mit dieser Krücke.

Jetzt muss ich natürlich nachlegen. Ich will ja nicht, dass er sich noch den Magen verdirbt mit dem Ding. Also habe ich am Dienstag morgen, bevor ich zur Arbeit bin, schnell einen Vorteig angesetzt.


Hefe, zwei Sorten Mehl, Wasser - das war es. Der Teig blieb den Tag über abgedeckt in der Küche stehen.

Ich wollte bei diesem Brot zum ersten Mal Backmalz benutzen und war schon sehr gespannt, ob das Malz hält, was es verspricht. Eigentlich hätte ich zwei Brote backen müssen; eins mit und eins ohne Backmalz, um wirklich einen Unterschied zu merken.

Als ich dann abends nach Hause kam, habe ich sofort mit dem Teig weitergemacht. Der hatte in der Zwischenzeit seit Volumen schon verdreifacht. Hefe, Mehl, Wasser, das Backmalz noch dazu - und ab ging die Luzie. Der Teig ging wie der Teufel. Ob das jetzt am Backmalz lag oder daran, dass ich mit dem R2D2 Hefeteige mit 37 Grad schon perfekt vortemperieren kann, während der Teig geknetet wird, ich weiß es nicht. Auf alle Fälle war ich hellauf begeistert, und konnte es kaum abwarten, endlich das fertige Brot aus dem Ofen zu holen.

Man sagt, Backmalz mach die Krume vom Brot schön knusprig. Und ich kann euch sagen: Das stimmt.

 (Die Rillen im Brot kommen vom Gärkörbchen.)


Ich hatte noch nie so ein Ergebnis. 
Von innen kann sich das Brot auch sehen lassen:


Ich bin wirklich sehr angetan von diesem Malz und werde künftig darauf nicht mehr verzichten.
Die Krume ist heute zwar nicht mehr so knusprig, wie sie am Dienstag Abend noch war, aber ansonsten habe ich nach wie vor an diesem Brot nichts zu meckern. 

Was immer noch nicht klappt

Manchmal lese in den Kommentaren, dass ich doch mal so langsam meinen Blog umbenennen könnte. Es klappt so vieles, das wäre kein Zufall mehr.

Leider ist es nicht so.

Als ich 2006 oder 2007 meine erste Burda in der Hand hielt, war ich ganz fest der Meinung, dass ich das alles nähen könnte. Wo sollen denn da Schwierigkeiten sein? Einfach ein paar Stoffteile aneinander nähen, das sollte ich doch hinkriegen. Dass das so nicht funktioniert, muss ich hier ja keinem sagen.

Ich habe mich inzwischen ganz gut durchgebissen, und auch wenn das eine oder andere nicht zu 100 % so klappt, wie ich es mir vorgestellt habe, beende ich doch inzwischen ziemlich viele meiner Projekte.

Am Sonntag habe ich mich endlich dazu durchgerungen, einen schönen flauschigen Wollstoff für einen Pulli anzuschneiden. Ich habe lange überlegt, welcher Schnitt es werden sollte, und letztendlich habe ich mich für einen Pulli mit rückwärtigem V-Ausschnitt entschieden. Der Halsausschnitt sollte mit einem Schrägstreifen eingefasst werden, den ich auch diesmal wirklich im 45 Grad-Winkel zugeschnitten habe, obwohl mir das immer ein bisschen weh tut, weil viel Stoff dabei flöten geht. Aber weil ich ja schon so oft auf die Schnauze gefallen bin, wollte ich es diesmal richtig machen.

Ich kam gut voran, hab das meiste auch mit der Ovi genäht und war sehr zuversichtlich, dass ich diesen Pulli bald tragen werde (wenn das Wetter mitspielt, der Stoff ist wirklich sehr warm). Die Brustabnäher waren nicht so schön, aber das wollte ich ganz zum Schluss dann korrigieren.

Der Kragen - wie der Schrägstreifen für den Halsausschnitt genannt wurde - sollte rechts auf rechts auf den Ausschnitt gesteppt, umgeschlagen und dann an den Nahtzugaben festgenäht werden. Nix wildes. Alles harmlos und machbar. Bis Frau DukannstkeinHalsbündchenannähen daherkam, und der Kragen am Ende vom Lied abstand.

Bei sowas könnte ich aus dem Anzug knallen.

Ich verstehe es einfach nicht. Alles war passend, nichts deutete darauf hin, dass es am Ende labbern könnte. Und doch tat es das. Es ist mir ein Rätsel, was ich falsch gemacht haben könnte.

Ich war so wütend, dass ich alles - einschließlich dem Schnittmuster - in den Müll geworfen habe. Am meisten ärgert es mich, dass ich den Stoff versemmelt habe. Da könnte ich mir in den Hintern beißen. Ich habe noch überlegt, ob ich mir daraus ein Kleid nähe und habe mich bewusst dagegen entschieden, weil alle in Frage kommenden Schnitten dieses doofe Halsbündchen haben. Und ich wollte ja nichts riskieren.

Ich warte jetzt ein paar Tage, bis die Wut wieder verraucht ist. Dann hole ich den Pulli und das Schnittmuster wieder aus Müll raus, trenne die letzte Naht am Kragen auf, und werde dieses verflixte Ding mit der Hand annähen. So lange, bis es passt.

Me Made Mittwoch am 04.11.2015

Als ich die Fotos für den Rock zum Zeitschriften Sew Along gemacht habe, habe ich die Gunst der Stunde genutzt und meinen Mantel übergezogen, der ja eigentlich schon dem Tode geweiht war, es aber dann gerade nochmal geschafft hat. 

Vielleicht erinnert sich jemand ganz dunkel, dass ich diesen Mantel vor Ewigkeiten angefangen habe. Das letzte Lebenszeichen gab es im April, danach wollte ich das Futter einnähen. Dummerweise kam ich mit dem Futter und dem vorgesehenen Schlitz überhaupt nicht zurecht, was zur Folge hatte, dass der Mantel fast in der Tonne gelandet wäre. Irgendwie fand ich es dann aber doch zu schade, alles wegzuwerfen, habe am Futter rumgeschlampt, was das Zeug hergab, alle Schlitze rigoros zugenäht und hatte am Ende einen tragbaren, wenn auch nicht ganz perfekten Mantel.

Mit dem ich mich inzwischen auch angefreundet und ihn schon oft getragen habe. Das Futter sieht ja eh keiner, und die anderen Schwachstellen fallen jetzt auch nur den Kennern ins Auge.

Meine Mutter hat mich auf alle Fälle auf jeden Fehler aufmerksam gemacht: Die Ärmel, der Kragen, der Ärmelsaum - und um Gottes Willen - die vorderen Kanten. 


Ich muss zugeben, dass sie Recht hat.
Das Einsetzen der Ärmel habe ich nicht so gut hinbekommen, und das kleine Schulterpolster reißt es auch nicht raus.


Am Kragen habe ich an einer Ecke die Geduld verloren, deswegen kneift es dort etwas im Stoff, aber wie ihr seht, seht ihr nix. Ist nämlich gut versteckt. ;-)


Das Futter sieht auf den ersten Blick auch nicht schlecht aus. Das es zu kurz und an der hinteren Mitte zuerst falsch zugeschnitten und dann wieder notdürftig zusammen genäht wurde - nicht schön, aber dafür selten.


Wenn der Mantel so auf der Puppe hängt, sieht man auch ganz gut, dass das Futter an den Ärmel und unten am Saum den Stoff hochzieht. Vor allen Dingen am Saum ist es mir einfach nicht geglungen, Oberstoff und Futter so zu bügeln, dass ich es vernünftig zusammennähen kann.

Auch die vorderen Kanten liegen nicht korrekt aufeinander. Da kann ich bügeln, was ich will, es gelingt mir einfach nicht. Trotz Einlage und allem Zipp und Zapp. Nichts zu machen.


Ich kann mit all diesen kleinen Macken gut leben. Es gibt nämlich etwas wirklich schönes an diesem Mantel: Er hat die perfekte Länge und eine tolle Passform. Und genau das ist es, was ich wollte. Einen Mantel, der lang genug ist, dass keine Kleider oder Röcke unten rausgucken, und der ein bisschen eine Form hat und nicht ganz so sackmäßig ist. 

Mantel: Schnitt Nr. 123 aus Burda 03/2011
Rock: Schnitt Nr. 6 aus Fashtion Style 09/2015

Verlinkt beim MeMadeMittwoch, der heute Motto-MMM ist. Ich hab leider nix in Jeans vorzuweisen, aber ich bin sehr gespannt auf die Inspiration, die ich mir dort heute holen kann.

Zeitschriften Sew Along - Finale

Heute findet bei Jenny das Finale des Zeitschriften Sew Alongs statt. Mein Rock - die Nummer 6 aus der Fashion Style 09/20015 - war sehr schnell genäht.



Ein einfacher, aber wirkungsvoller Schnitt, wie ich finde. Ich habe den Rock in Größe 36/38 genäht. Meine Bedenken, dass der Bund evtl. abstehen wird, haben sich nicht bewahrheitet.



Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ein Bahnenrock stand eh schon lange auf meiner Wunschliste und dank des Zeitschriften Sew Alongs habe ich es nun auch endlich mal umgesetzt.
Dieser Rock wird mit Sicherheit oft getragen!

Mehr Modelle aus der Zeitschrift Fashion Style 09/2015 gibt es bei Jenny von Buxsen zu sehen, die diesen tollen Sew Along organisert hat. Vielen Dank dafür! Ob es wohl bald schon einen weiteren Zeitschriften Sew Along geben wird?