Weihnachtskleid Sew Along 2015 - FINALE

Juhu, wir haben es geschafft. Vielleicht haben wir noch nicht alle Geschenke, vielleicht wackelt hier und da noch der Essensplan - aber wir haben ein Kleid. YES.

Mein Kleid (Schnitt 116 aus Burda 09/2015) habe ich streckenweise im Nähkurs genäht, und ich muss sagen: Es war super. Nicht nur die kleinen Aha-Effekte, sondern auch die Hilfe bei den doofen Briefecken an den Ärmelschlitzen. Solche Kleinigkeiten lassen mich sonst immer verzweifeln; wenn man dann Unterstützung hat, ist das schon Gold wert. 



Ich mag an diesem Schnitt einfach alles. Die Ärmellänge, die Ärmelschlitze, den großen, runden Halsausschnitt - ich bin schwer verliebt in das Kleid.

Aber die Rückenansicht mit dem kleinen Godet ist auch nicht schlecht.


Für Heilig Abend finde ich das Kleid absolut passend, und mit einer Bluse drunter und ein paar anderen Schuhen auch durchaus an einem anderen Tag tragbar, wo es etwas "feiner" zugehen soll.

Am 1. Weihnachtsfeiertag fahren wir immer zu meinen Eltern in den Odenwald. Dort sind wir dann den ganzen Tag, und gehen auch mit dem Hund eine Runde spazieren. Da brauche ich immer etwas, das nicht ganz so empfindlich ist. Deswegen habe ich mir noch einen Rock (Schnitt 115 aus Burda 12/2015) genäht.




Mit der weißen Blusen ein bisschen aufgepeppt, wird der Rock für den Anlass zum perfekten Outfit.
Beim letzten Mal kam die Frage auf, ob der Rock denn beim Sitzen aufklafft. Ja, das tut er. Nicht unanständig weit, aber eine Handbreit über dem Knie wird sichtbar. Für einen Stuhlkreis vielleicht nicht so geeignet, aber ansonsten kann ich den Schnitt uneingeschränkt empfehlen. Letztendlich habe ich den Rock auch nicht gefüttert. Nur die Blende, das war vorgesehen, aber für den Rest hatte ich keine Nerven mehr übrig.

Alle Weihnachtskleider gibt es heute auf dem MeMadeMittwoch-Blog - Vorhang auf!

Danke an die Damen, die den Sew Along organisiert haben. Ihr seid klasse!

Ich wünsche Euch allen ein Frohes Fest, ruhige und besinnliche Stunden im Kreise Eurer Lieben und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr. 
Lasst es krachen!!

Weil ich ein Mädchen bin

Heute trage ich einen Rock, den ich inzwischen so richtig in mein Herz geschlossen haben.
Es ist das Modell Nr. 109 aus der Burda 01/2015.

In der Zeitschrift habe ich ihn überblättert und fand ihn eigentlich so gar nicht ansprechend.

Als ich dann die technische Zeichnung dazu sah, bin ich fast zum Glauben abgefallen. Wer trägt sowas?!

Ich fand den Rock ganz schrecklich, bis ich zwei genähte Modelle sah. Und dann war es auch um mich geschehen. Ich musste den Rock einfach nachnähen. Heraus kam dann eine echte Überraschung.



Ich habe mich sozusagen schockverliebt, und das einzige, was ich bedauere, dass der Stoff nicht ein bisschen heller ist.


Die seitlichen Volants geben dem Rock - ich sage es nur ungern, auch wenn es stimmt - etwas mädchenhaftes. Als ich mit meiner Mutter unterwegs war, trafen wir auf eine Bekannte von ihr. Meine Mutter stellte mich vor, blablabla.... schnell ging es um das Lieblingsthema der beiden: Das Nähen. Und dann meinte meine Mutter: "Meine Tochter näht auch. Den Rock hat sie selbst gemacht." Darauf hin meinte die Bekannte: "Schön. Weil ich ein Mädchen bin, ne?"
Das fand ich gar nicht witzig, aber kurz darauf erwähnte mein Arbeitskollege etwas ähnliches. Der Rock sähe richtig schön aus, und hätte etwas verspieltes an sich.

Ja, okay. Ich gebe es zu. Von der Strenge eines Bleistiftrockes ist meiner ziemlich weit entfernt, aber ich fühle mich so wohl damit, dass ich auch gerne mal "ein Mädchen bin".


Mehr selbstgenähtes gibt es auf dem MeMadeMittwoch-Blog.

Weihnachtskleid Sew Along Teil 3

Beim 3. Treffen vom großen Weihnachtskleid Sew Along 2015 habe ich nicht allzu viel neues zu berichten. Am Kleid habe ich noch nichts weiter gemacht, und es ist nach wie vor in diesem Zustand:



Das Futterkleid ist auch zusammengenäht und am kommenden Samstag will ich die beiden Kleider im Nähkurs miteinander verbinden. Die Kursleiterin hat mir beim letzten Mal gesagt, dass sie mir zeigt, wie ich das Futterkleid einnähen kann, um auch an der Ärmelansatznatz einen sauberen Übergang zu haben. Die Ärmel werden nämlich nicht gefüttert.

Parallel zu dem Kleid nähe ich noch einen Rock. Mit dem bin ich auch schon ziemlich weit, und ich überlege, ihn evtl. zu füttern.



Die hintere Naht sollte unbedingt ein Bügeleisen sehen... :)


Mehr Zwischenstände gibt es auf dem MeMadeMittwoch-Blog.

Ich bin keine Deko-Queen


Ich habe nämlich gar kein Händchen für so etwas. Ich bewundere Leute, die aus dem Handgelenk eben mal ein paar Sachen zusammenstellen, alles passt und sieht toll aus. Das würde mir nie gelingen. Manchmal habe ich so Geistesblitze, denke, das könntest Du doch auch so ähnlich machen, aber selten wird da was daraus.

Genauso geht es mir mit dem Sticken. Ich bin immer ganz hin und weg, wenn ich sehe, was man alles mit Stickmustern machen kann. Mir würde es nie nie nie einfallen.

Letztes Jahr habe ich meiner Mutter den Online-Shop von Urban Threads gezeigt. Wir saßen bestimmt zwei Stunden vor dem PC und hatten uns den Wagen ganz schön voll gepackt. Unter anderem hatte ich mir auch dieses Motiv ausgesucht. Schon damals mit dem Hintergedanken, das Muster auf eine Gardine zu sticken.

Dieses Jahr habe ich es dann endlich geschafft. Ich hatte eine Gardine, und ich hatte das passende Vlies. Aber natürlich nicht die passende Farbe.
(Auch so ein Ding. Ich sehe Stickmuster, finde die richtig, richtig toll, aber wenn ich die dann gestickt habe, finde ich sie potthässlich, weil ich andere Farben verwendet habe. Na ja.)
Diesmal hatte ich nicht das richtige Gelb, und deswegen sah es mehr nach geworfenen Eiern aus anstatt nach Lichtschein.

Aber das fand ich nicht weiter tragisch; es war ja nur ein Versuch. Funktioniert das überhaupt? Kann ich das Muster auf eine Gardine sticken oder endet das im Chaos?

Da es gut lief, wollte ich einen anderen Gelbton kaufen, und dabei stieß ich auf das selbstleuchetende Stickgarn. Ich wusste, dass es so was gibt, hatte aber bis jetzt noch keine Verwendung dafür.
Bis jetzt. Aber dieses Stickmuster schreit ja förmlich danach.

Natürlich ging beim Sticken auf die "richtige" Gardine dann doch etwas schief, aber da ich beim Sticken schön brav vor der Maschine sitzen bleibe, um im Falle eines Falles sofort reagieren zu können, war der Unfall nicht weiter schlimm.

Ich mag es eher dezent, nach dem Motto: Weniger ist mehr. Die Angst, dass es schnell kitschig aussieht, ist bei mir einfach zu groß.

So, aber jetzt der eigentliche Effekt. Den ich kaum fotografieren konnte! Mit der Kamera habe ich es nicht hinbekommen (mit manueller Einstellung wäre das machbar gewesen, aber da fehlt mir die Kenntnis). Also habe ich mein Handy genommen. Damit ging es ganz gut.

Die Laternen hab ich notdürftig mit der Taschenlampe aufgeladen. Bis ich mit dem Fotografieren so weit war, war es draußen natürlich schon längst dunkel. Also, dunkel dunkel. Im Moment wird es draußen eh nicht richtig hell.

Das Motiv habe ich auch etwas verkleinert, damit es auf die Gardine passt. Das mit dem mittig sticken muss ich noch ein bisschen üben; es ist auf alle Fälle nicht einfach, eine Gardine, die zwischen zwei Lagen Stickvlies liegt, im Rahmen zu spannen. Das erfordert Übung. (Und Geduld.)

Für den Anfang bin ich auf alle Fälle sehr zufrieden und vielleicht mache ich das nächstes Jahr nochmal. Ein passendes Stickmuster habe ich auf alle Fälle schon.

Verlinkt beim CreaDienstag