Konkurrenz belebt das Geschäft

So langsam wird die Luft für Burda immer dünner. Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass die Burda für mich entweder zu altbacken oder zu jugendlich geworden ist. Zumal, nachdem sich die Knip als deutsche Fashion Style ziemlich gut etabliert hat, noch auch noch die Patrones als deutsche Nähtrends in den Regalen zu ergattern ist.


Fange ich mal mit der Burda an. Wie gewöhnlich ist Burda der aktuellen Jahreszeit ein paar Monate voraus und es werden überwiegend Schnitte für den Hochsommer vorgestellt. (Hierzu muss ich sagen, dass im Moment JEDE Zeitschrift der aktuellen Jahreszeit voraus ist. Es ist nass, es ist kalt und einfach nur fies da draußen.)


Der Jumpsuit taucht immer öfter auf. Ich persönlich finde den Look gut, allerdings würde mir es wohl eher gelingen, mich damit zu stylen, als würde ich auf eine Pyjama-Party gehen.


Die 30 Grad-Marke lässt grüßen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sich dieses Kleid auch außerhalb von Stränden gut macht. An mir zumindest nicht. 


Und hier wirklich das beste Beispiel von zu jungendlich / zu altbacken. Vielleicht mag es an den goldigen Stoffen liegen, aber gerade das Kleid auf der rechten Seite .... Nee. Geht gar nicht.



Besser wären diese zwei Schnitte für mich. Nichts außergewöhnliches und durchaus im Büro tragbar.
Ich würde mir die Taille etwas weiter nach unten setzen, dann könnte ich mir beide Schnitte sehr gut an mir vorstellen. 


Auch diese Bluse finde ich gar nicht mal so schlecht. Ich mag weite Schlabber-Ärmel.


Was ich sehr gut finde, dass endlich mal kräftigere Models für die "großen Größen" genommen werden. Aber, liebe Burda, muss es denn so aussehen, als würde uns Leserinnen gleich der Knopf entgegenfliegen?

Weiter mit der Fashion Style. Die April-Ausgabe ist sehr den 50er und 60er Jahre gewidmet, und zwar mit richtig tollen Schnitten, die ich sehr ansprechend finde.



Besonders gut gefällt mir der blaue Rock. Mit den Paspeln finde ich den super.


Am allermeisten hat mich aber diese Kleid hier angesprochen.


Ich glaube, hier gibt es zig Möglichkeiten, das Kleid zu gestalten. Das Oberteil, den Bund, den Rock - alles als unterschiedliche Stoffe, oder auch alles uni.


Ich bin ganz verliebt in diesen Schnitt und er steht weit oben auf meiner Haben-Wollen-Liste.

So, und jetzt zur Neuerscheinung, der Nähtrends. Die spanische Patrones als deutsche Ausgabe, die ich mir natürlich holen musste; die Hosenschnitte sollen super sein.


Das werde ich testen, und zwar mit diesem Schnitt. Und die Bluse dazu finde ich auch sehr passend. Nach einem ersten Blick auf die Größen war ich etwas überrascht. Es gibt immer nur drei Größen, 38-42-46, 48-52-56 und die Kinder werden nach Jahren gemessen, nämlich 8-10-12 Jahre.



 Im Vergleich zu Burda finde ich diese Schnitte sehr viel passender für mich. Tragbarer. Alltäglicher.


Aber auch hier etwas, was ich ziemlich bescheuert finde. Nämlich die Tatsache, wie die großen Größen präsentiert werden.


Dieses Model trägt Schnitte in den Größen 48-52-56. Vom Gefühl her würde ich sagen, das ist ne deutsche 38, also eher so meine Kleidergröße. Aber vielleicht ticken die Größentabellen in Spanien etwas anders? Nochmal zum Vergleich das Bild aus der Burda, wo der Kleiderschnitt in den Größen 44-52 gezeigt wird:


Während es jetzt draußen schön weiter vor sich hin regnet, krame ich mal meine Folie raus und kopiere schonmal ein paar Schnitte. Auswahl hab ich ja jetzt mehr als genug.


Kommentare:

  1. Danke für den interessanten Überblick! Mit der burda Zeitschrift wurde ich noch nie wirklich warm. Ich habe mir mal ein oder zwei Ausgaben gekauft (ca. 2009), die mehrere gute Schnitte hatten. Aber sonst kaufe ich von burda viel lieber gezielt Einzelschnitte bzw. weiche auf andere Anbieter, wie z.B. LMV, ottobre und neuerdings auch knipmode aus.
    Von den beiden Kleidern aus der burda bin ich aber auch angetan :) Viel Spaß beim Nähen!

    LG Esther

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  2. Ja, die Stoffauswahl in der Burda ist oft an meinem Geschmack vorbei; was ich viel ärgerlicher finde, ist die Schnittwiederholung. Das Streifenkleid aus der aktuellen Ausgabe ist, bis auf die Klappen, identisch mit einem Kleid aus 3/2013. Genau dieses Kleid habe ich mir 2013 schon genäht, mein Vogelkleid.
    Das Polokleid aus der neuen FashionStyle steht fest auf meiner Nähliste.
    LG von Susanne

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  3. Hallo Sandra
    Es ist so, die spanischen Grössen sind den deutschen um 4 voraus!
    48 - 52 - 56 entspricht also den deutschen Grössen 40 - 44 - 48.
    Dies müsste in der deutschen Ausgabe doch thematisiert sein?!
    Trotzdem: Nachmessen bietet sich also auch hier vor dem Zuschnitt an.
    Viel Spass beim Nachnähen!
    Liebe Grüsse, Ly.

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  4. Das Kleid aus der Fashion Style will ich auch unbedingt nähen. Aber ich finde es gar nicht so einfach. Möchte alles aus Jersey versuchen. Evtl auch die Paspeln, denn ich habe noch nie einen RV in der Seite eines Kleides vernäht. Und durch die Knöpfe müsste es doch gut über den Kopf ziehst sein. Wann startest du? Dann schau ich lieber dir zuerst über die Schulter.

    Die Patronen Zeitung hatte ich gestern am Kiosk auch in der Hand. Aber mich machten auch die Größenangaben unsicher, so legte ich sie wieder zurück.

    Toller Vergleich von dir und bin gespannt aufs Kleid!

    LG Carola

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  5. Ich habe nach der Nähtrends gesucht und sie auch gefunden und gekauft.
    Bezüglich der Größen: Es ist eine Körpermaßtabelle drin, Größe 38 werden diese Maße zugrunde gelegt: Oberweite 88 / Taille 66 / Hüfte 94
    Zum Vergleich burda: Oberweite 88 / Taille 70 / Hüfte 94.
    Es ist also nicht so, dass die spanischen Größen 4 Größen kleiner sind, lediglich das Taillenmaß ist ein anderes.
    Mir gefallen ein paar Sachen daraus ganz gut, danke für den Hinweis auf diese neue Zeitschrift.
    LG
    Andrea

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  6. Vielen Dank für die ausführlich Vorstellung der Zeitschriften. Wenn ich am Bahnhof mal Zeit habe, blätter ich die Hefte durch. Seit knapp zwei Jahren kaufe ich aber keine Hefte mehr. Ich habe so selten daraus ein Modell nachgenäht, dass mir das durchblättern am Bahnhof dann auch reicht. Ich nähe lieber nach Einzelschnitten und wenn ich einen guten gefunden habe, gibt es auch mehrere Modelle davon. Bei Burda finde ich für die großen Größen oft Modelle die ich überhaupt nich leiden mag. Häufg sind die Modell schulterfrei - da denke ich dann schon, was das soll. Wer kräftig gebaut ist, hat ganz selten schlanke Oberarme die in schulterfreien Sachen gut aussehen. Da wird mir einfach zuviel auf schnell schnell gemacht, es müssen ja jeden Monat wieder neue Schnitte her....
    Dir viel Spaß beim Nähen der angesagten Modelle aus den aktuellen Zeitschriften. LG Kuestensocke

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    1. Ich müsste mich auch mal ein bisschen bremsen, wenn es um Nähzeitschriften geht, aber irgendwie hab ich mich da nicht im Griff :))

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Vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr darüber!