Zeitschriften Sew Along - 2. Zwischenstand

Manchmal bin ich ja etwas schusselig. Dann drücke ich anstatt auf "Veröffentlichen" auf "Löschen". Ja, ist ehrlich wahr. So ist es mit diesem Post geschehen. Fragt mich nicht, was mich da geritten hat... :)

Also, auf ein neues.
Ich bin auf der Zielgeraden mit dem Kleid. Ich muss es nur noch - "nur noch" - kürzen und säumen.

Eine kleine Hürde gab es beim Verstürzen der Ärmelausschnitte. Julia hat mich auf ihr Tutorial verwiesen, aber sowas muss ich mir angucken, BEVOR ich mich gedanklich festgefahren habe. Bis zum Schluss habe ich es nicht gerafft, dass ich das Armloch auf zweimal nähen muss. Wie einfach es dann ist! Danke, Julia, für den Hinweis. Es wird nicht das letzte ärmellose Kleid sein, dass ich nähe.

Auch über Immis Vorschlag, das Futter mit der Hand anzunähen, habe ich nachgedacht. Und ich muss ehrlich gestehen: Ich mag Handnähte nicht, weil mein Feingefühl nicht bis über die Ellenbogen reicht. Ich steche mich, ich nähe mich selbst fest und bleibe bei jedem 2. Stich mit dem Faden irgendwo hängen. Wenn ich wirklich nicht drumherum komme, dann nähe ich auch mal was mit der Hand, und ich merke dann selbst, dass es alles nur eine Sache der Übung ist, aber trotzdem ist das einfach nicht mein Ding.

Lange Rede, kurzer Sinn.

 

Ich habe mir aus dem restlichen Stoff zwei Schrägbänder zugeschnitten, und damit die Ärmelausschnitte versäubert. Klar sieht das nicht ganz so fein aus, aber für mich ist es absolut okay und ein sehr guter Kompromiss. 




Was mich viel mehr stört, ist das enorme Gewicht des Kleides. Das hätte ich nicht gedacht.
Das führt auch dazu, dass der Halsausschnitt sehr nach außen gezogen wird.


Ich werde also nochmal das Futter mit dem Oberstoff in der Passennaht verbinden, damit die Zugkraft besser verteilt wird. Außerdem will ich das Kleid ja noch kürzen, da sollte auch noch ein bisschen an Gewicht wegfallen. 

So, und bevor ich jetzt auch noch vergesse, diesen Post bei BuxSen zu verlinken (so wie beim 1. Zwischenstand).... ab damit zur Linkliste für den 2. Zwischenstand des ZSA.

Me Made Mittwoch am 20.07.2016

Das Schöne am Sommer ist: Man kann morgens spontan entscheiden, Fotos für den Me made Mittwoch zu machen. Nur ein bisschen blöd, wenn man vorher noch schnell alle Knöpfe annähen bzw. nachnähen muss.

Ich trage heute das Kleid 123 aus der Burda 09/2014. Ein einfacher Schnitt, das Kleid ist schnell genäht und wurde heute morgen schon ausgiebig von meinem Kollegen, der selbst hin und wieder etwas näht, bewundert (und natürlich hat er sofort die zwei Schönheitsfehler entdeckt).

  

Das Kleid sitzt bei mir sehr gut. Ich kann mich nicht erinnern, irgendwas an dem Schnitt geändert zu haben. Ich bin zufrieden mit der Taillenhöhe (oft habe ich das Gefühl, dass diese direkt unter der Brust ist) und auch der Ausschnitt ist genau richtig.


Wer genau hinsieht, kann erkennen, dass der Brustabnäher etwas spitz zuläuft und absteht. Da muss ich nochmal mit dem Bügeleisen ran.

Und auch an der hinteren Rockansatznaht hat mein Kollege eine Falte entdeckt, die aber in diesem Muster fast untergeht.


Ansonsten fand er das Kleid aber wirklich sehr hübsch! :)


Das Oberteil ist gefüttert, die vorderen Kanten sind mit einem Beleg verarbeitet.


Das Verstürzen des Oberteils wird nach der Kochlöffelmethode gemacht. Hier habe ich darüber schonmal gebloggt.

Was mich an diesem Kleid allerdings ärgert, ist die Wahl meiner Knöpfe. Ich habe sie alle mindestens schon dreimal angenäht, und manche davon auch mehr. Zwei Knöpfe sind inzwischen schon abgefallen und auf Nimmerwiedersehen verschwunden, und so musste ich von unten Knöpfe wegnehmen, damit oben nichts aufsteht.

Dass diese Knöpfe abfallen, hat nichts mit meiner bescheidenen Annähtechnik zu tun, sondern damit, dass die Kanten so scharf sind. Das Garn wird einfach ratzfatz durchgescheuert.


Heute morgen habe ich also nochmal alle Knöpfe nachgenäht (beim ersten Anziehen hatte ich beim Zuknöpfen auch schon wieder einen in der Hand), und vorsichtshalber sind Nadel und Garn in meiner Tasche. Sicher ist sicher.

Mehr selbstgenähte Kleidung gibt es wie immer auf dem virtuellen Laufweg des MeMadeMittwoch-Blogs.

ZSA Special - 1. Zwischenstand

Ich muss gestehen, ich bin schon ziemlich weit mit dem Kleid für den Zeitschriften-Sew-Along. Das liegt aber auch daran, weil ich
1.) das Schnittmuster schon parat hatte und
2.) auch das Futterkleid fix und fertig in der Schublade liegen hatte. Es ist die Probe von meinem Weihnachtskleid, dass dank meiner Wahl des falschen Stoffes so hässlich wurde, dass ich es direkt nach Weihnachten entsorgt habe.



Mein Plan ist es, Kleid Nr. 124 aus der Burda 12/2013 ärmellos als sommertaugliche Variante zu nähen.
 

Als Oberstoff habe ich Leinen gewählt, womit ich mir nicht wirklich einen Gefallen getan habe, denn beim Zuschneiden habe ich schon gemerkt, wie sehr sich Leinen in alle Richtungen verzieht und mehrmals hatte ich das Gefühl, dass das nie was werden kann.


Was hier so krumm und schief aussieht, wird am Ende ein wirklich tolles Rückenteil. Ich finde, Burda könnte öfter die Schnitte so konstruieren, damit die Körperrundungen etwas besser zur Geltung kommen, und nicht alles so sackförmig an einem runterhängt, aber Burda ist wohl auch nur ein Sklave der großen Designer, die die Mode vorgeben. 


Wenn die Teile nachher zusammengenäht werden, bzw. durch den RV geschlossen werden, sieht das ganze nämlich so aus, dass sich der Schnitt richtig schön an den Rücken anschmiegt. (Ja, auf dem Foto kommt es nicht so ganz rüber, aber es ist in der Tat so.)


Was vielleicht ein bisschen Kopfzerbrechen bereiten kann, ist das Nähen der Passe. Hier sind zwei Spitzen vorgesehen, die wirklich auf den Punkt genau genäht werden müssen, damit es vernünftig aussieht. 

Womit ich anfangs arge Schwierigkeiten hatte, mache ich inzwischen ganz automatisch: Bei spitzen Teilen halte ich die Nahtlinie ein.


Wenn die Passe rechts auf rechts auf dem Rock liegt, steht die Spitze über. Bevor ich meinen ersten Nähkurs gemacht habe, habe ich mich mit solchen Teilen wirklich gequält und am Ende immer alles schön gerade geschnitten. Das führte natürlich nicht zum gewünschten Erfolg - bis mir die Kursleiterin mal gezeigt hat, wie ich die Teile aufeinander legen muss.


In der Anleitung steht, dass eingeschnitten werden muss. Noch so ein Angstgegner. Die Schere. Einschneiden. Hab ich auch immer erst dann gemacht, wenn ich mir 1000 % sicher war, dass es a) an der richtigen Stelle ist und b) sich wirklich nicht vermeiden lässt.

Die Passe wird also an den Rock genäht, und zwar von der Seitennaht bis zur Spitze in der Mitte. Ganz exakt auf den Punkt genau. Dann wird die Rockbahn eingeschnitten, gerade runter bis an die Naht ran.


Dann erst wird weitergenäht, von der Spitze bis zur Seitennaht. Obwohl ich an dieser Stelle schon ganz kleine Stiche gemacht habe, habe ich den Punkt nicht getroffen. Ich lasse es so, weil man wirklich sehr genau hinsehen muss, und ich den Stoff mit ständigem Auftrenne nicht noch weiter strapazieren möchte. 

 

Das Oberteil wird genauso an die Passe genäht. 
Erst von der Seite bis zur Spitze hin, einschneiden, weiternähen.


Während des Nähens habe ich mir schon Gedanken gemacht, wie ich das Ganze mit dem Futterkleid verstürze. Und ich hätte mir vielleicht VOR dem Nähen Gedanken machen sollen, denn so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe, ist es natürlich nicht. Aber dazu demnächst mehr.