ZSA Special - 1. Zwischenstand

Ich muss gestehen, ich bin schon ziemlich weit mit dem Kleid für den Zeitschriften-Sew-Along. Das liegt aber auch daran, weil ich
1.) das Schnittmuster schon parat hatte und
2.) auch das Futterkleid fix und fertig in der Schublade liegen hatte. Es ist die Probe von meinem Weihnachtskleid, dass dank meiner Wahl des falschen Stoffes so hässlich wurde, dass ich es direkt nach Weihnachten entsorgt habe.



Mein Plan ist es, Kleid Nr. 124 aus der Burda 12/2013 ärmellos als sommertaugliche Variante zu nähen.
 

Als Oberstoff habe ich Leinen gewählt, womit ich mir nicht wirklich einen Gefallen getan habe, denn beim Zuschneiden habe ich schon gemerkt, wie sehr sich Leinen in alle Richtungen verzieht und mehrmals hatte ich das Gefühl, dass das nie was werden kann.


Was hier so krumm und schief aussieht, wird am Ende ein wirklich tolles Rückenteil. Ich finde, Burda könnte öfter die Schnitte so konstruieren, damit die Körperrundungen etwas besser zur Geltung kommen, und nicht alles so sackförmig an einem runterhängt, aber Burda ist wohl auch nur ein Sklave der großen Designer, die die Mode vorgeben. 


Wenn die Teile nachher zusammengenäht werden, bzw. durch den RV geschlossen werden, sieht das ganze nämlich so aus, dass sich der Schnitt richtig schön an den Rücken anschmiegt. (Ja, auf dem Foto kommt es nicht so ganz rüber, aber es ist in der Tat so.)


Was vielleicht ein bisschen Kopfzerbrechen bereiten kann, ist das Nähen der Passe. Hier sind zwei Spitzen vorgesehen, die wirklich auf den Punkt genau genäht werden müssen, damit es vernünftig aussieht. 

Womit ich anfangs arge Schwierigkeiten hatte, mache ich inzwischen ganz automatisch: Bei spitzen Teilen halte ich die Nahtlinie ein.


Wenn die Passe rechts auf rechts auf dem Rock liegt, steht die Spitze über. Bevor ich meinen ersten Nähkurs gemacht habe, habe ich mich mit solchen Teilen wirklich gequält und am Ende immer alles schön gerade geschnitten. Das führte natürlich nicht zum gewünschten Erfolg - bis mir die Kursleiterin mal gezeigt hat, wie ich die Teile aufeinander legen muss.


In der Anleitung steht, dass eingeschnitten werden muss. Noch so ein Angstgegner. Die Schere. Einschneiden. Hab ich auch immer erst dann gemacht, wenn ich mir 1000 % sicher war, dass es a) an der richtigen Stelle ist und b) sich wirklich nicht vermeiden lässt.

Die Passe wird also an den Rock genäht, und zwar von der Seitennaht bis zur Spitze in der Mitte. Ganz exakt auf den Punkt genau. Dann wird die Rockbahn eingeschnitten, gerade runter bis an die Naht ran.


Dann erst wird weitergenäht, von der Spitze bis zur Seitennaht. Obwohl ich an dieser Stelle schon ganz kleine Stiche gemacht habe, habe ich den Punkt nicht getroffen. Ich lasse es so, weil man wirklich sehr genau hinsehen muss, und ich den Stoff mit ständigem Auftrenne nicht noch weiter strapazieren möchte. 

 

Das Oberteil wird genauso an die Passe genäht. 
Erst von der Seite bis zur Spitze hin, einschneiden, weiternähen.


Während des Nähens habe ich mir schon Gedanken gemacht, wie ich das Ganze mit dem Futterkleid verstürze. Und ich hätte mir vielleicht VOR dem Nähen Gedanken machen sollen, denn so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe, ist es natürlich nicht. Aber dazu demnächst mehr.

Kommentare:

  1. Hach, ein weißes Leinenkleid im Sommer, das hat schon was! Dein Kleid sieht wirklich sehr vielversprechend aus!

    Ich befürchte, für das Verstürzen musst Du noch mal etwas auftrennen. Entweder die Schulternähte (das ist ja nicht soo viel), dann wird das Nähen der Schulternähte nachher aber sehr fummelig. Oder die Seiten- und Rückennaht. Das ist viel zu trennen - aber dann kannst Du Arm- und Halsausschnitte verstürzen, die Seitenteile durchziehen und hast alles wunderbar ordentlich verstürzt.

    Vielleicht hat ja hier eine Leserin auch noch den ultimativen Tipp! Ich bin mal gespannt.

    Liebe Grüße Irene

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    1. :))) Das ist ja schon der ultimative Tipp! Anders geht es nicht. Wenn ich verstürzen will, muss ich trennen. Und zwar ziemlich viel. :(

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  2. ich hoffe, du hast die ecke vor dem einschneiden durch die naht oder vlieseline gesichert?
    ich finde das,was du schon anhast- sitzt suuu-per!
    nicht so ganz verstehe ich die probleme mit dem futter anbringen...??
    ich "verheirate" futter mit kleid,wenn beide in sich fertig sind..
    das macht man eh zum schluss. oder habe ich da was falsch verstanden??

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    1. Das Kleid bliebt ärmellos.... Ich hätte schon früher mit dem Verstürzen anfangen sollen.

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    2. wieso??
      so mache ich immer, es ist völlig egal ob man ärmel hat oder nciht.
      zuerst verbindet man am hals, dann an den ärmelausschnitten.
      ich ahbe es bei mir in den tutorial stehen, wie ich das mache. da ist auch so ein fall ohne ärmel.
      wie ich schon sagte- man verbindet eigentlich dann,wenn beide kleider in sich komplett fertig sind und nichr an den ausschnitten offen.

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  3. Das wird ein sehr edles Kleid und wird dich für das Weihnachtskleid doppelt versöhnen. Im Sommer trägt sich Leinen wunderbar und trotz der Knitterei finde ich das Material sehr hochwertig. LG Carola

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  4. Hallo Sandra,
    Mensch das Kleid sieht aber auch toll aus an dir! Passt 100%! Ich glaub du hast eine Burda-Figur, oder?
    Du überlegst nun wie du mit dem Futterkleid verstürzt. Also ich habe ja kürzlich mein 'Schürzenkleid' auch nachträglich gefüttert und das ging ganz fix. Hab es erst fertig genäht und dann von Hand eingesteckt und anstaffiert. Von Hand nähen gewinnt ja hier unter den Nähbloggerinnen zunehmend an Popularität, darum dacht ich, ich trau mich mal dir das vorzuschlagen. ;-)
    Ps: Ich liebe es Futter einzustecken und anzustaffieren, immer schon. Die Meisterin sagte früher immer es muss aussehen wie angeflogen - ganz wichtig ist ja dass man die Mehrweite im Futter nicht vergisst.

    Liebe Grüße
    Immi

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  5. Liebe Sandra, so ein kleiner Trick!
    Ich weiß noch genau wie viel Mühe es mich gekostet hat eine spitze Passe sauber an einen Rock zu bekommen. Danke, dass Du das gezeigt hast!
    Und auf das Kleid bin ich gespannt, es sieht schon sehr schön aus :)
    LG
    Ewa

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Vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr darüber!