DSGVO - und wie ich damit umgehe(n werde)

Ganz ehrlich - bis gestern hatte ich das nicht auf dem Schirm. Ja, ich habe schon davon gehört und auch unser Adminstrator hier im Büro hatte vor kurzem erwähnt, dass wir einen Datenschutzbeauftragten brauchen, aber unser Büro ist ja was ganz anderes als ich mit meinem Blog.

Gestern las ich diesen Post bei Susan - und kam ein bisschen ins Stocken. Das betrifft MICH also auch? Mich, mit meinem kleinen Blog?! Oder vielleicht doch nicht? Weil ich nichts verkaufe, kein Unternehmen bin, meinen Blog nicht selbst hoste und somit keine Daten von meinen LeserInnen sammele?  Fragen über Fragen, und nix genaues weiß man nicht.

Ich habe mich durch das Netz geklickt, um mich ein bisschen schlauer zu machen. Es gibt eine Menge Beiträge zu diesem Thema - von OHGOTTWIRWERDENALLESTRAFEINMILLIONENHÖHEZAHLENMÜSSEN bis hin zu "Was kümmert es die Eiche, wenn die Sau sich dran reibt". Ich bin also genauso schlau wie vorher.

In wie weit kann ich mein Blog umstellen, damit er der Datenschutzverordnung entspricht? Wenn jemand ein Kommentar hinterlassen möchte, muss der Hinweis erfolgen, dass seine Daten gesammelt werden. Reicht es, wenn im Kleingedruckten etwas dazu steht? Oder muss diese Info dem Nutzer ganz direkt unter die Nase gerieben werden, muss er sogar erst mit einem Häkchen bestätigen "Ja, ich nehme es zur Kenntnis"?
Wenn ja, wie kann ich so was machen? Muss dann nicht blogspot das Kommentarfeld entsprechend überarbeiten? 

Wenn mir jemand über das Kontaktformular eine Mail schreibt, ist es genauso. Der Nutzer muss aktiv bestätigen, dass seine Daten gesammelt werden.

Was ist mit meiner Link-Party? Kann ich die noch weitermachen? Auch hier nutze ich die Dienste von einer anderen Seite, ich selbst sammele keine Daten. Ich wüsste auch gar nicht, wie ich da rankommen sollte - außer vielleicht an die E-Mail-Adresse. Muss ich jetzt eine Liste führen, wer mir wann eine Mail mit welchem Inhalt schreibt? 

Links. In meinem Blog wimmelt es von Links, streckenweise nicht nur zu anderen "privaten" BloggerInnen, sondern auch zu Burda Style, Stoff & Stile, YouTube..... Was ist damit? Offensichtlich werden Links auch problematisch. Ich schreibe so viel über Burda - man könnte es mir als Werbung auslegen. Werbung muss gekennzeichnet sein. Das ist es bei mir natürlich nicht, denn bis dato war Werbung für mich nur dann als solche zu kennzeichnen, wenn ich Geld dafür bekomme, dass ich schreibe, was Burda doch für tolle Schnittmuster macht. Oder ich bekomme von Stoff & Stil zwei Meter feinste Seide geschenkt, nähe etwas tolles daraus und schreibe darüber.

Also, jegliche Recherche bezüglich DSGVO endet bei mir im Fragezeichen. Bevor ich jetzt völlig panisch mein Blog schließe, warte ich erstmal ab. Bzgl. dem Kommentar- und Kontaktformular sehe ich blogspot in der Pflicht, denn wenn einer die Daten sammelt, dann die. Was die "Werbung" betrifft, habe ich einen kleinen Passus eingebaut. Ich wüsste nicht, wie ich bloggen sollte, wenn ich nicht schreiben darf, woher ich welches Schnittmuster habe und wie ich damit zurecht gekommen bin.

Ab dem 25.05.2018 wird es auf alle Fälle ernst. Ich bin gespannt (und gehe schon fast davon aus, dass es mal wieder viel Wind um sehr wenig war - zumindest bei den privaten HobbybloggerInnen).  

Kommentare

  1. Ja, die Welle fängt langsam an... ich denke es ist immer gut, ruhig Blut zu bewahren. Gestern sprach ich mit einem Datenschutz-Menschen. Neben dem Impressum braucht auch jeder private Blog eine Datenschutz-Unterseite, die mit einem Klick erreicht werden kann. Auf dieser Seite muss aufgezählt werden, welche Daten durch den Blog bzw. die Blogplattform gesammelt werden. In jedem Fall sehe ich google auch in der Pflicht Mustertexte zur Verfügung zu stellen und die Kommentarfunktion konform auszugestalten.
    LG Kuestensocke

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  2. So ein M*** das. Kennst Du diese Fb-Gruppe: DSGVO für Blogger & Online-Unternehmer??
    Liebe Grüße,
    Sandra

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    1. Nein, die kenne ich nicht, aber danke für den Hinweis. Da werde ich mal eine Beitrittsanfrage starten.

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  3. Das ist schon alles verrückt. Ich habe gestern erstmal die Folgen für den Förderverein der Schule erfahren. Was ich als Kassiererin dafür nun alles beachten muss. Unglaublich. Ich frage mich, wer da noch alles durchblicken soll. Lg, Birgit

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  4. Ich kenne das Datenschutzdilemma teilweise aus dem Beruf und finde es auch richtig, dass man die Leute aktiv darauf aufmerksam machen muss, dass ihre Daten gesammelt werden. Wer bei WP kommentiert, muss eine e-mail-Adresse angeben, die ich dann sehen kann. Das finde ich auch O.K., wer nicht bereit ist, von mir kontaktiert zu werden, von dem möchte ich auch keine Kommentare. Darum bin ich gerne bereit, einen Hinweis zum Datenschutz auf das Kommmentar-Formular zu setzen. Allerdings finde ich auch, dass jeder selber dafür verantwortlich ist, welche Daten er im Netz preisgibt. Ein Hinweis zu den Datenschutzbedingungen meines Bloganbieters, so wie Du ihn hast, sollte da genügen.
    Schade nur ist, dass gewiefte Abmahn-Anwälte diese neuen Regelungen nutzen werden, um sich ein goldenes Näschen zu verdienen, während die Menschen, die geschützt werden sollen sich einen Dreck darum scheren.
    Ich hoffe ebenfalls, dass die Nähblogger-Gemeinschaft nicht noch weiter schrumpft, viele Nähblogger sind schon an Instragramm verloren gegangen.
    Viele Grüße, Stefanie

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    1. ..DSGVO gilt dabei ebenso bei Instagram & Co.
      Viele machen sich das nur nicht bewusst.
      LG
      Susan

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    2. Ich weiß, das wollte ich auch nicht damit sagen. Ich meinte, dass viele keine richtigen Posts mehr schreiben, sondern statt dessen bei Instragramm veröffentlichen.
      LG, Stefanie

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    3. Stimmt, da hab ich gestern Abend nicht richtig gelesen.
      Daß so viele bei Instagram sind finde ich schade. Ich habe Instagram probiert, jedoch gibt es mir persönlich nicht das an Lesefreude und Erfahrungsgewinn, was ich mir wünsche. Zu hoffen ist, daß wenigstens ein paar Blogs übrigbleiben werden, die es zu lesen lohnt. LG

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  5. Liebe Sandra, so sehe ich es auch "und gehe schon fast davon aus, dass es mal wieder viel Wind um sehr wenig war - zumindest bei den privaten HobbybloggerInnen" wobei ich das gern für mich als ausstieg nutze ;) Sicher wird es hier noch Lösungen seitens "Blogger" geben. LG Anita

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